RoboAdvisor oder persönlicher Finanzberater? Es kommt auf die Kosten an

Wer sein Geld anlegen, sich aber im Grunde nicht ständig mit der Konzeption und Wertentwicklung seines Investments beschäftigen möchte, der steht vor der Wahl entweder das Projekt Geldanlage mit einem Robo-Advisor oder aber mithilfe eines persönlichen Finanz-Beraters umzusetzen. Beide Varianten haben zweifelsohne ihre Vor- als auch Nachteile, doch ein Faktor kann bei der Entscheidung eine gewichtige Rolle spielen – und zwar die Kosten.

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Markus G

8. Februar 2018

Finanzberater oder RoboAdvisor - Kosten entscheidend

8. Februar 2018

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Ein persönlicher Finanzberater – das klingt nach der Sprache der Reichen und Vermögenden. Sprich aus einer Welt, die den meisten Menschen wohl Zeit ihres Lebens unerreichbar scheint. Tatsächlich? Die Frage ist doch eher, wie man einen persönlichen Finanz – und Anlageberater letztendlich definiert. Grund hierfür ist das Aufkommen der Robo-Advisor, welche es einem breiten Feld potentieller Anleger ermöglichen Instrumente der Geldanlage zu nutzen, die bisher eher den Hochvermögenden vorbehalten waren. 

Fakt ist, dass die von vielen Menschen als Robo-Berater titulierten FinTech Unternehmen mit ihren Angeboten zum digitalen Vermögensaufbau die Landschaft gerade in Bezug auf die Kosten die Anlageverwaltung und -beratung deutlich verändert haben.

Der Markt für den digitalen Vermögensaufbau ist breiter geworden

Der Vorteil in einem erweiterten Markt ergibt sich für Investoren vor allem in einem deutlich breiterem Spektrum, um aus dem eigenen Vermögen noch mehr Kapital zu schlagen. Sei es eben mit Hilfe von menschlichen Beratern, die persönlich jeden Aspekt des Finanzlebens verwalten und entsprechend beraten, bis hin zu einem automatisierten Portfoliomanagement, das es Investoren ermöglicht, Anlage-Optionen festzulegen und die Roboter dann den Rest erledigen. Und selbst wer beides miteinander kombiniert wissen möchte, findet mittlerweile selbst hierfür entsprechende Angebote in Form der Hybrid Robo-Advisor im Markt.

Willkommen in der Welt der modernen Geldanlage. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht, denn wenn es um Geld geht, darf ein Punkt nie außer Acht gelassen werden – die Kosten. Und eben jene Kosten der Geldanlage sind das Zünglein an der Entscheidungswaage, ob man einen persönlichen Finanzberater in Anspruch nehmen kann oder eben doch „nur“ einen Robo-Advisor.

Persönliche Finanzberater versus Robo-Berater

Das Thema Kosten bei der Geldanlage lässt sich dabei im Grunde auf einen ganz einfachen Nenner bringen: Je mehr menschlicher Einsatz erforderlich ist, desto höher sind die Kosten für Investitionsdienstleistungen und desto höher ist oftmals dann auch der Mindest-Anlagebetrag, der für den Beginn der Beratung erforderlich ist.

Um es anhand von Zahlen einmal zu verdeutlichen:

Das Gros der persönlichen Finanzberater berechnet eine jährliche Gebühr zwischen 1% und 1,5% des verwalteten Vermögens als Vergütungsgrundlage für ihre Beratungsdienstleistungen. Damit sich dies dann auch für die Investment-Berater lohnt, sind Mindestanlagesummen von mindestens 100.000 € durchaus gang und gäbe. In den USA ist es beispielsweise kaum möglich einen renommierten Investmentberater unterhalb einer Mindest-Anlagesummen von 250.000 Dollar zu finden.

Vorteil der Robo-Advisor? Sie sind schlicht günstiger

Genau diese hohen Einstiegssummen haben neben diversen, vor allem menschlich bedingten Fehlentscheidungen, zum rasanten Aufstieg der Robo-Advisor geführt – allem voran in den USA. Denn im Vergleich zu eben jenen teuren persönlichen Finanz-Beratern verlangen Robo-Advisor deutlich geringere Gebühren und auch die Mindestanlagesummen betragen nur ein Bruchteil dessen, was an anderer besagter Stelle aufgerufen wird.

Robo-Advisor, die mit Hilfe von Algorithmen die Anlageportfolios eines Kunden aufbauen und verwalten und wenig menschliche Interaktion erfordern, setzen für die Dienstleistungen lediglich Gebühren von 0,45% bis 0,70% des verwalteten Betrags an. 

In Verbindung mit Anlagesummen ab 10 € aufwärts und monatlichen Sparplänen ab 5 € ein klares Signal an den Markt: Robo-Advisor bieten Kapitalaufbau für Jedermann! Was sich darin bestätigt, dass die durchschnittliche Anlagesumme pro Kopf bei den Robo-Advisorn in Deutschland gerade einmal rund 15.000 € beträgt.

Anlagemöglichkeiten bei Robo-Advisorn begrenzt….noch

Doch auch die Robo-Berater haben eine Kehrseite und die lautet schlicht mangelnde Vielfalt bei den Anlagemöglichkeiten. Diese sind bis dato deutlich begrenzter. Begrenzter in der Form als dass das Gros der hierzulande aktiven Robo-Advisor schwerpunktmäßig auf ETF’s als Anlageinstrument setzt. Im Vergleich zu den, seitens eines Finanzberaters angebotenen Anlagemöglichkeiten, also eher etwas dünn.

Hier zeigt sich, dass ein “mehr” an Beratung eben auch mehr Geld kostet. Allerdings scheint sich hier in letzter Zeit eine Art Zwischenlösung aufzubauen und zwar in Form der sogenannten Hybrid Robo-Advisor die die Anlagen in ETF’s auf Bedarf mit einer menschlichen Beratungskomponente verbinden.

Was die Anlagemöglichkeiten angeht, zweigt sich aktuelle ebenfalls eine Art neuer Trend ab und zwar die der Aktien Robo Advisor. Anbieter wie


etc., die, eben nicht nur in ETF’s investieren, sondern bewusst einzelne Aktien mit Potential wählen und in den Portfolios ihrer Anleger platzieren. Fügt man nun all diese neuen Entwicklungen zu einem Gesamtpaket zusammen, so ergibt sich ein Robo-Advisor Angebot, was sowohl digitale Anlagemöglichkeiten in Aktien und / oder ETF’s etc. ermöglicht und bei Bedarf, basierend auf einem attraktiven Vergütungsmodell, eine individuelle Beratung anbietet.

Signale einer entsprechenden Entwicklung in jene Richtung gibt es bereits, es bleibt aber tatsächlich abzuwarten, in welche Richtungen sich der Markt für digitale Geldanlagen dann real entwickeln wird. Nur soviel scheint schon jetzt klar zu sein. Die klassischen Finanzberater werden sich auf härteren Wettbewerb einstellen müssen.

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Markus G

Markus ist der “Kopf” des Teams. Ideengeber, Vermarkter, Redakteur und irgendwie an allem auf diesem Portal beteiligt. Ohne ihn würde es dieses Portal so nicht geben. Eine Idee – entstanden aus dem persönlichen Interesse an FinTech und nun langjähriger Erfahrungen in der Finanz-Szene. Zudem ist Markus Kolumnist auf zahlreichen Investment-Plattformen – vor allem im englischsprachigen Raum, aber u.a. auch auf Focus.de
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