Investment: Was sind die risikoärmsten Anlageformen für Frauen?

Frauen sind vorsichtige Sparer und beim Thema Investment ist sowieso Vorsicht angesagt. Trotzdem möchten natürlich auch sie das Möglichste aus ihrem angesparten Geld machen. Leichter gesagt als getan, denn dazu müssen sie eventuell einige Hemmungen mehr ablegen, als es im Vergleich ihre Männer tun. Aber es gibt auch für die risikoscheuere weibliche Natur Anlageformen, die ihnen ein wenig in ihrem Bedürfnis nach Sicherheit bei der Geldanlage entgegenkommen. Nur welche?

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Julia F.

4. Oktober 2018

Investment - Risiko-arme Geldanlagen

4. Oktober 2018

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Vorab wichtig zu wissen: risikoarm ist nicht gleich risikolos

Ja – es gibt Anlagemöglichkeiten, die risikoärmer sind, als andere. Was es aber nicht gibt, sind risikolose Investments. Zumindest nicht, sofern man den Sparstrumpf aus Großmutters Zeiten nicht als Anlage wertet. Wollen Frauen das Verlustrisiko bei der Investition in Aktien und andere Anlageklassen wie Investmentfonds etc. minimieren, ist es immer eine gute Wahl, einen längeren Anlagehorizont im Kopf zu haben, sprich: Geld langfristig anzulegen.

Mögliche Index- und Wertschwankungen gleichen sich auf lange Sicht so in aller Regel wieder aus. Besonders wer Sorge um eine neuerliche Bankenkrise hegt, braucht also mehr Durchhaltevermögen, als Risikofreude. Das hat sich etwa bei ETFs bereits 2008 bewährt. Denn selbst, wenn sich Anlegerinnen bisweilen mit hohen Verlusten konfrontiert sahen, so konnte ihnen geduldiges Ausharren wenige Wochen später oftmals schon wieder ein neuerliches Plus von einigen Prozent Wertsteigerung bescheren.

Um möglichst risikoarm zu investieren, benötigen vor allem risikoscheue Anlegerinnen also Geduld und Stress-Resistenz. Die wichtigste Regel ist, das langfristige Ziel im Auge zu behalten und nicht in Panik zu verfallen, wenn die Märkte sie vermeintlich im Stich lassen. Aktionismus ist völlig fehlt am Platze und ist in der Regel eher der Kapitalvernichtung gleichzusetzen.

Die drei goldenen Regeln zur risikoarmen Anlage für Frauen

Wenn Frauen diese drei Regeln beachten, können sie, ohne größere Verlustrisiken in Kauf nehmen zu müssen, ein profitables Investment tätigen:

  1. Legen sie in langfristige Investments an, diese verringern Verlustwahrscheinlichkeiten
  2. Bei Schwankungen nicht gleich panisch alles abstoßen, sondern Ruhe bewahren und Tiefs auch mal aussitzen
  3. Sich dessen bewusst sein, dass risikoarm nicht gleichbedeutend mit risikolos ist und dass Vorsicht auch bei Anlagen die Mutter der Porzellankiste ist.

Mögliche Anlageformen für risikoscheue Frauen

Grundsätzlich gilt bei einem Investment: Je höher die Rendite, desto höher das Risiko. Ein Beispiel sind etwa geschlossene Immobilienfonds. Hier locken zwar nicht selten 8% Rendite oder mehr, diese Fonds tendieren aber auch zu komplettem Investitionsverlust. Bei Aktien- oder Anleihen-Fonds hingegen besteht zwar Aussicht auf hohe Rendite. Die Kosten für diese Art Fonds sind aber nicht selten so hoch, dass sie die Renditen überschreiten. Besonders, wenn man keine hohen Risiken eingehen möchte, aber dennoch sein Geld vermehren möchte, sollte man von einem Investment in derlei Anlagen absehen.

Anlageformen mit gut abschätzbaren Risiken sind etwa Staats- oder Unternehmensanleihen. Unbedingt ins Anlageportfolio jeder risikobewussten Frau gehören ETFs und auch Investitionen in Gold und andere, in Masse gehandelte Edelmetalle wie Silber sollten eine Überlegung wert sein.

Investment: Zu risikoarm anlegen bringt nichts

Ohne Zweifel: Ihre Risikoscheu wird Frauen oft zum Verhängnis. Aus Angst, sich nicht ausreichend mit dem Thema Investment und dem Börsenmarkt auszukennen, aus Furcht vor Komplettverlust des hart erarbeiteten Vermögens, neigen sie dazu, zu vorsichtig zu investieren. Frauen sind halt Sparer, keine Spekulanten. Soweit, so gut. Aber die gewohnten „Anlageformen“ wie Sparbücher, Tagesgeldkonten oder Festgelder sind mittlerweile so risikoarm, dass sie auch keinen Gewinn mehr erzielen.

Die Renditen dieser Sparanlagen stehen und fallen mit der Inflation und den internationalen Leitzinsen. Zum Ansparen und Parken von „Cash“ für die spätere Investition halbwegs okay, als langfristige oder gar rentable Anlageform sind sie absolut ungeeignet. Zumindest die Zinsen im Keller sind.

Staatsanleihen sind abhängig vom jeweiligen Staat

Staatsanleihen sind relativ stabile Anlageformen. Dennoch muss Frau auch hier darauf achten, in welchen Staat sie investiert. Denn die Anleihen sind zwar grundsätzlich festverzinslich, aber nicht immer zinsstabil. Meist sind die Zinssätze von Inflationsraten abhängig, die wiederum von wirtschaftlichen und politischen Umständen diktiert werden. Natürlich kann man auch mit Staatsanleihen spekulieren und in Länder mit hoher Rendite, aber unstabilen Zuständen investieren.

Aber wie war das mit der Sicherheit und dem geringen Risiko? Dennoch bieten Staatsanleihen mit moderaten Renditen einen einigermaßen sicheren Hafen für Frauen mit hohem Risikobewusstsein.

✔ mittlere Renditewerte zwischen 2% und 3% bilden eine stabile Anlagebasis
✔ Staatsanleihen haben eine bei Kauf vereinbarte Laufzeit
✔ Kursschwankungen sind deutlich geringer als am Aktienmarkt

Unternehmens-Anleihen garantieren Gewinne

Auch beim Kauf von Unternehmensanleihen sollten vorsichtige Anlegerinnen sich nicht von übertrieben hohen Renditechancen täuschen lassen. Hohe Renditen bedeuten beim Investment in Wertpapiere von Unternehmen, dass am Ende der Laufzeit zwar Anspruch auf die Auszahlung hoher Zinszahlungen besteht. Je höher allerdings dieser angesetzt ist, desto höher auch das Verlustrisiko. Andererseits ergeben sich höhere Zinsen auch aus besserer Bonität der Unternehmen. Hier müssen Frauen also vorsichtig abwägen.

✔ nur gesunde Unternehmen sollten in Betracht gezogen werden
✔ für mehr Sicherheit Hypotheken, Grundschulden oder Bürgschaften verlangen
✔ mittlere Zinssätze erlauben einen stabilen Wertezuwachs

Wer in dieser Anlageklasse investiert, kann durch Streuung des Kapitals in verschiedene Bonitätsklassen durchaus ansehnliche Renditen erzielen und ggfs. auch den ein oder anderen Verlust dennoch verschmerzen.

Günstig, risikoarm und gewinnträchtig: ETFs

ETFs sind indexgebundene Investmentfonds. Das bedeutet, eine passive Anlageform mit sehr geringem Verlustrisiko, frei wählbarer Investitionslaufzeit – wahlweise als Einmaleinlage oder als regelmäßige Einzahlung in den Fonds – und Gewinnpotential. ETFs sind an den Kursverlauf der Indizes wie Dow Jones oder den Dax gebunden. Genau genommen bilden sie diesen Verlauf ab. Natürlich sind sie entsprechend Schwankungen unterlegen.

✔ konstante und langfristige Wertsteigerung, die wenig Betreuung braucht
✔ gibt es auch als zukunftsträchtige Anlageform mit nachhaltigen Indizes
✔ ist besonders Einsteiger freundlich

Mit Goldkäufen von der Inflation profitieren

Gold ist eine endliche Ressource. Darum steigt der Bedarf an dem Edelmetall zunehmend. Darüber hinaus ist der Goldpreis zwar Schwankungen unterworfen und nicht selten fällt er auch sehr stark ab. Allerdings sind diese Wertminderungen meist nur von kurzer Dauer und zeichnen sich dadurch aus, dass sie danach höher liegen, als der Ursprungspreis. Wer in Gold investieren möchte, sollte aber möglichst langfristig anlegen. Denn je geringer die Goldvorkommen künftig werden und je höher die Inflationsraten, desto höher der Preis pro Feinunze.

✔ risikoarme Sparanlage, da Gold ein gefragter und endlicher Rohstoff ist
✔ langfristige Investitionen erlauben die Überbrückung von Kurstiefen
✔ mittelfristig trotz Schwankungen steigende Kurse

Risikobewusstes Anlegen fördert das Gewinnpotential

Dass Frauen vorsichtige Anlegerinnen sind, kann ihnen zum Vorteil gereichen. Wichtig ist, dass sie sich an risikoarme Investitionsmöglichkeiten halten. So haben sie langfristig trotz Risikoscheue gute Chancen auf nennenswerte Gewinne. Aber auch hier gilt wie immer: Frau muss sich halt nur endlich mal an das Thema Investment heranwagen.

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Julia F.

Julia F.

Julia ist unsere Spezialistin im Bereich “Frauen und Geldanlage”. Selbst als Quereinsteigerin in die Finanz-Szene gestartet, setzt sie sich bei uns mit den typischen Fragen und Unsicherheiten von Frauen beim Thema Geldanlage und Vermögensaufbau auseinander. Und sie spricht aus Erfahrung, denn sie ist mittlerweile selbst erfolgreiche Anlegerin. Julia gewährt uns mit ihren Beiträgen einen Einblick in die weibliche Welt der Geldanlage und des Vermögensaufbaus.

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