Rendite oder Sicherheit? Wenn Angst die Geldanlage beeinflusst

Angst bei der Geldanlage? Viele Menschen behaupten von sich, das sie gar nicht oder nur sehr schwer zu beeinflussen sein – insbesondere dann, wenn es um das Treffen wichtiger Entscheidungen geht. Das mag aus persönlicher Sicht bei dem Einen oder Anderen partiell durchaus zutreffen, aber gerade in Geldfragen trifft dies eben allzu häufig nicht zu. Nehmen wir hier als Beispiel das Thema „Geldanlage“. Bis heute sind zweifelsohne die negativen Auswirkungen des Neuen Markt Crash als auch der 2008 geplatzten Immobilienkrise bei den Menschen spürbar.

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Markus G

18. Mai 2020

Rendite oder Sicherheit - die Angst bei der Geldanlage

18. Mai 2020

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Werden Menschen heutzutage auf das Thema des „Geld anlegens“ angesprochen, so lautet die Antwort in der Regel „Ja – solange mein Geld sicher ist!“. Ein Satz, der sich irgendwie wie der des „Waschen ja, aber bitte ohne Wasser“ anhört. Da aber auch so ziemlich jeder Mensch sich im Klaren darüber ist, dass die Geldanlage an der Börse stets mit einem Risiko verbunden ist, was in Verbindung mit den bereits genannten Börsen-Katastrophen, zu Verlustängsten führt, wird also die Flucht in vermeintlich sichere Geldanlagen gesucht. Doch das ist schlicht ein Fehler, der zudem auf Dauer auch noch teuer wird.

Tagesgeld und Festgeld sind als Anlageformen aktuell schlicht „tot“

Fakt ist, dass ein hoher Prozentsatz potentieller Anleger nachwievor Anlageformen wie Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld nutzen. Mit Chancen auf Rendite gehend null. Die besten Angebote für Tagesgeld im europäischen Raum bewegen sich gerade einmal um die 1 % Rendite. Bei den Festgeldanlagen sieht es mit durchschnittlich 1,2 % Rendite innerhalb der EU kaum besser aus. Das Sparbuch als Anlageinstrument ist ohnehin in seiner Sinnhaftigkeit kaum noch zu erklären!

Nun mag hier durchaus die Aussage fallen, dass diese maximal 1,2 % beim Festgeld zumindest mal sicher seien, nur ist das, real betrachtet, reiner Selbstbetrug. Denn was so manch ein „Anleger“ mit dem Wunsch des sicheren Anlagehafens vergisst, ist das Thema Inflation. Was sich in der finalen Betrachtung jener vermeintlich sicheren Anlagestrategie in Form von Tagesgeld und/oder Festgeld als Renditefresser outet.

Denn mit einer aktuellen Inflationsrate im EU Wirtschaftsraum von 1,20 % (Februar 2020) ist das Thema Rendite bei den genannten Geldanlagen eine Nullnummer und beim Tagesgeld sogar der Kapitalvernichter schlechthin.

Wie war das noch mit dem sicheren Vermögensaufbau?

Die 100 % sichere und renditebringende Geldanlage existiert nicht

Tacheles gesprochen: Wer heutzutage bei der aktuellen Zinssituation in Europa sein Geld in diese beiden Anlageformen als vermeintlich sichere Häfen parkt, „verbrennt“ sein Kapital. Es verliert Monat für Monat an Wert – in der Sprache der Banker ist dies als „Cash burning“ bekannt. Der Wunsch nach der sicheren Geldanlage wird also gerade hier seitens des Anlageangebotes mit den Füssen getreten.

Was wieder zur eingangs erwähnten Frage des „Geld anlegen, aber sicher“ führt. Wer heutzutage – beispielsweise aus Gründen der Altersvorsorge – den Weg der Kapitalvermehrung durch Investments im Auge hat, muss sich dabei vor allem über folgende Punkte im Klaren sein:

 

  • Eine sichere Geldanlage gibt es nicht und wird es langfristig betrachtet niemals geben
  • Rendite-orientierte Geldanlage setzt Risikobereitschaft voraus. In welchem Maße muss von jedem potentiellen Anleger individuell festgestellt werden.
  • Mindest-Renditeziel muss immer das „schlagen“ der aktuellen Inflationsrate sein. Alles andere ist Kapitalvernichtung!

Ist man sich jener Punkte bewusst, dürfte relativ schnell einleuchten, dass der Weg des langfristigen erfolgreichen Vermögensaufbaus nur über die Börsen dieser Welt führen kann. Von Teilnahmen an Crowd-Investing, direktem Immobilienkauf etc. mal abgesehen (womit wir aber wieder beim Thema „Grad der Risikobereitschaft“ und “maximaler Kapitalverfügbarkeit” wären).

Robo-Advisor: Innovativ, emotionsfrei mit guter Performance – aber unheimlich

Dank neuer Entwicklungen – gerade im Bereich des „digitalen Investments“ bieten sich hier für Anleger fast jeder finanzieller Couleur und Risikobereitschaft sehr gute Optionen für den stabilen Vermögensaufbau

Gerade im Bereich der Robo-Advisor beziehungsweise Online-Vermögensverwaltung zeigt sich, dass jährliche Renditen deutlich über der aktuellen Inflationsrate selbst bei geringster Risikoneigung erzielbar sind

Doch auch hier zeigt sich abermals ein typisches Anlegerverhalten:

“Robo-Advisor – kenne ich nicht! Ist denen zu trauen? Ähnlicher Yuppie Kram wie zu Zeiten des Neuen Marktes. Einer Maschine kann man nicht trauen. Unausgereifte Technologie. Nerdie-Spielwiese – nichts für mich! Zu jung, zu unerfahren, zu wenig Erfahrungswerte. Typischer Ami-Hype!”

Geld anlegen mittels Robo-Advisor? Anleger sind kritisch

Alles Aussagen von potentiellen und oftmals auch aktiven Anlegern, welche ich in den letzten 12 Monaten immer wieder auf Anleger Veranstaltungen, Konferenzen, Messen und Seminaren gehört habe. Wie agieren diese Menschen mit dem Ziel des Vermögensaufbaus dann? Sie investieren nachwievor klassisch in Rentenpapiere, Staatsanleihen und eben die traditionellen, etablierten Investmentfonds Ihrer Hausbank – mit durchaus durchwachsenen Ergebnissen.

Denn auch hier zeigen zahlreichen Statistiken, dass gerade solche Anlagestrategien hinsichtlich der Renditechancen beziehungsweise der erzielten Renditen alles andere als performant sind. Was Sie auch nicht wirklich sein kann, das es hierbei oftmals um höchst defensive ausgerichtete Anlageprodukte handelt. Woraus also auch hier die Erkenntnis wächst, dass durch die Angst vor Kapitalverlust risikoreichere Anlageprodukte nachwievor außer Acht gelassen werden.

Geldanlage: Angst sollte nicht von Rendite-Chancen abhalten

Wer hingegen wirklich eine akzeptable Rendite für sein zum Vermögensaufbau bereitstehendes Kapital erreichen möchte, sollte sich die aktuell, vor allem durch Fin-Techs geschaffenen Möglichkeiten der digitalen Geldanlage anschauen. Womit eben jene Robo-Advisor Angebote gemeint sind, die als derzeit meist beachtete Innovation innerhalb der deutschen Fin-Tech Szene gelten.

Und wie es scheint zu Recht, denn mittlerweile beteiligen sich auch namhafte Finanzunternehmen wie BlackRock (Scalable) an diesen Fin-Tech’s oder gehen mit Ihnen Kooperationen ein (WhiteBox >> Volkswagen Bank / Scalable >> ING). Was unter anderem daran liegt, dass erste Auswertungen hinsichtlich der Performance der Robo-Advisor zeigt, dass diese fast über alle Risikoklassen hinweg eine deutliche bessere Performance (aktuell auf maximaler 2-Jahres Basis) hinlegen als das Gros der sogenannten „aktive“ gemanagten Fonds. Hinzu kommt, dass die dank Robo-Advisor erreichte Rendite aufgrund geringerer Verwaltungskosten deutlich wertiger ausfällt.

Weiterer Vorteil: Bei den meisten Robo-Advisor Angeboten kann man dieses Anlage-Modell bereits mit Sparplänen ab 1 € Beitrag „antesten“. Was sollte einen Anleger dank solcher Rahmenbedingungen – außer dem Thema „Angst“ – dann noch von einer digitalen, emotionsfreien und belegbar renditestarken Geldanlage abhalten?

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Markus G

Markus ist der “Kopf” des Teams. Ideengeber, Vermarkter, Redakteur und irgendwie an allem auf diesem Portal beteiligt. Ohne ihn würde es dieses Portal so nicht geben. Eine Idee – entstanden aus dem persönlichen Interesse an FinTech und nun langjähriger Erfahrungen in der Finanz-Szene. Zudem ist Markus Kolumnist auf zahlreichen Investment-Plattformen – vor allem im englischsprachigen Raum, aber u.a. auch auf Focus.de
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