Robo-Advisor Vergleich: Worauf sollte geachtet werden?

Robo-Advisor Vergleich
Ratgeber - Wichtige Punkte beim Robo-Advisor Vergleich » RoboAdvisor-Portal.com - das Infoportal

Oliver S.

15. August 2017

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Robo-Advisor Vergleich? Keine Frage, die digitale Geldanlage ist ein Wachstumsmarkt und erreicht mehr und mehr die breite Masse der Öffentlichkeit. Die einzelnen Anbieter investieren stark in das Thema Marketing, um den Menschen die Chancen und die Einfachheit der sogenannten digitalen Geldanlage durch die Nutzung eines Robo-Advisor “schmackhaft” zu machen.

Wer sich also – animiert durch eben jenes Marketing – für den digitalen Vermögensaufbau interessiert und dabei nicht das erstbeste Robo-Advisor Angebot annehmen möchte, steht vor der Situation, den passenden Anbieter zu finden. Was sich trotz des recht jungen Marktes jedoch gar nicht so einfach darstellt. Denn am Finanzmarkt treten immer mehr sogenannte Robo-Advisor mit ihren Angeboten zum digitalen Vermögensaufbau auf.

Die Online-Vermögensverwaltung, die vorrangig von den meisten Robo-Advisors angeboten wird, ist zweifelsohne ein echter Trend am Kapitalmarkt. Aus gutem Grund, denn Anleger nutzen immer häufiger diese Option, ihr Kapital zu geringeren Kosten als bei einer klassischen Vermögensverwaltung verwalten und vermehren zu lassen. Ein Umstand, den auch die FinTech Branche erkannt hat.

So wundert es nicht, dass mittlerweile mehr als 40 Robo-Advisor am deutschen Markt existieren. Wer sich also für den Vermögensaufbau mithilfe eines Robo-Advisor interessiert, steht zuerst einmal vor der Aufgabe hier einen Vergleich der einzelnen Investment Angebote durchzuführen. Doch worauf sollte man bei einem solchen Robo-Advisor Vergleich achten und was kann die Wahl beeinflussen?

Die Unterschiede der Robo-Advisor im Überblick

Um einen gezielten Robo-Advisor Vergleich durchführen zu können, ist es wichtig, die existierenden Unterschiede der einzelnen Investment Angebote zu kennen. Im Überblick sind es unter anderem die folgenden Eigenschaften, Merkmale und Faktoren, die den einen vom anderen Robo-Advisor unterscheiden können und damit einen  hohen Stellenwert in einem Robo-Advisor Vergleich haben sollten:

 

  • Kosten (Gebühren)
  • Portfoliostruktur und Anzahl der Portfolios
  • Risikoklassen
  • Performance
  • Mindesteinlage
  • Analyse der finanziellen Gesamtsituation des Anlegers

Auf die zuvor genannten Punkte soll im Folgenden näher eingegangen werden, damit Sie als Leser und Interessent eine möglichst gute Basis haben, um einen fundierten Vergleich der zahlreichen Robo-Advisor Angebote durchführen zu können.

Robo-Advisor Vergleich: Kosten als wichtiges Kriterium

Die im Vergleich zur klassischen Vermögensverwaltung deutlich geringeren Kosten, die bei Nutzung eines Robo-Advisors anfallen, sind ein schlagendes Argument für die Online-Vermögensverwaltung. Dennoch sollten die unterschiedlichen Anbieter insbesondere bezüglich der berechneten Gebühren verglichen werden, denn es gibt teilweise größere Unterschiede bei den Robo-Advisor Kosten.

Meistens setzen sich die Gebühren aus zwei Komponenten zusammen, nämlich zum einen aus den ETF-Gebühren und zum anderen aus den Anbieter-Gebühren. Während die Kosten der genutzten ETF bei nahezu allen Robo-Advisors mehr oder weniger identisch sind und im Durchschnitt bei rund 0,25 Prozent liegen, bewegt sich die Anbietergebühr je nach Online-Vermögensverwaltung meistens zwischen 0,25 und 0,95 Prozent. Hier gibt es also den ersten größeren Unterschied, auf den bei der Wahl des Anbieters geachtet werden sollte.

Betrachtung der finanziellen Gesamtsituation und Einteilung in Risikoklassen

Ein wichtiger Aspekt, auf dem bei einem Robo-Advisor geachtet werden sollte, ist die möglichst gesamtheitliche Betrachtung der finanziellen Situation des jeweiligen Anlegers. Dazu gehört, dass direkt zu Beginn möglichst viele Fragen gestellt werden, damit Robo-Advisor ein detailliertes Bild erhält, wie sich die finanzielle Lage beim Anleger darstellt und wie die Einstellung beispielsweise zu Rendite und Risikobereitschaft ist.

Robo-Advisor Vergleich - Auswahl der Risikobereitschaft

Auf Basis der vom Anleger gegebenen Antworten sollte der Robo-Advisor eine Einteilung in eine bestimmte Risikoklasse vornehmen. Bei der Einteilung gibt es wiederum Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern, unter anderem auch bezüglich der Anzahl der Risikoklassen, in welche eine Zuordnung stattfinden kann.

Ganz klassisch, aber nicht besonders detailliert, wäre zum Beispiel die Einstufung in eine der folgenden drei Risikoklassen:

 

  • Sicherheitsorientiert
  • Ertragsorientiert
  • Chancenorientiert

Umso mehr Risikoklassen grundsätzlich zur Verfügung stehen, desto genauer kann die Einteilung letztendlich erfolgen. Dies ist für den Anleger von Vorteil, denn dann wird das Portfolio bzw. die Online-Vermögensverwaltung möglichst genau auf seine Ziele und Bedürfnisse zugeschnitten.

Mindestanlage, Rendite-Versprechen und bisherige Performance

Drei weitere Konditionen, auf die bei einem Robo-Advisor bzw. bei dessen Angebot zur Geldanlage geachtet werden sollte, sind zum einen die zu erfüllende Mindesteinlage sowie zum anderen die Höhe der versprochenen Rendite bzw. die bisher erreichte Performance. Bei der Mindesteinlage ist es so, dass diese bei den aktuell am Markt vertreten Robo-Advisors durchschnittlich zwischen 1.000 und 10.000 Euro liegt.

Damit kann die Online-Vermögensverwaltung schon mit einem deutlich geringeren Vermögen genutzt werden, als es beispielsweise bei der klassischen Vermögensverwaltung der Fall ist, bei der Kunden häufig unterhalb eines Vermögens von 500.000 Euro nicht „angenommen“ werden. Dennoch kann es für Kleinanleger besonders interessant sein, sich bei den unterschiedlichen Robo-Advisors über die Mindesteinlage zu informieren. Es ist durchaus ein Unterschied, ob man den Service bereits ab 1.000 oder erst ab 10.000 Euro nutzen kann.

Kriterium bestmögliche Rendite

Ein weiterer interessanter Aspekt ist natürlich die Rendite, die nach Angaben des Robo-Advisors erzielt werden kann. Oftmals hängen die Rendite-Versprechen vor allem davon ab, in welche Risikoklasse der Anleger eingeteilt wurde und welches Portfolio er dementsprechend nutzen kann. So ist bei einem chancenorientierten Portfolio beispielsweise eine (deutlich) höhere Rendite möglich, als wenn der Kunde sehr auf Sicherheit bedacht ist.

Dafür ist allerdings dann beim chancenorientierten Portfolio auch das Risiko höher. Im Durchschnitt bewegen sich die aktuell veröffentlichen möglichen Renditen bei den Robo-Advisor Anbietern zwischen drei und acht Prozent im Jahr. Besonders interessant ist allerdings, welche Performance in der jüngeren Vergangenheit tatsächlich vom jeweiligen Anbieter erzielt werden konnte. Allerdings ist es nicht ganz einfach, an diese Werte zu gelangen, da nicht alle Robo-Advisor so transparent sind, offen über die bisherige Performance zu sprechen.

Die Vor- und Nachteile der einzelnen Robo-Advisor

Neben den zuvor genannten Eigenschaften und Konditionen sollte bei einem Vergleich der Robo-Advisor auch auf die individuellen Vor- und Nachteile geachtet werden. Am effektivsten ist es, sich sogenannter Reviews (Erfahrungsberichte bzw. Testberichte,) zu bedienen. Hier wird das Angebot im Detail dargestellt und es werden vor allem Stärken und Schwächen des jeweiligen Robo-Advisors genannt. Somit kann ein Review eine sehr gute Entscheidungshilfe sein, falls Anleger noch nicht wissen, welche Online-Vermögensverwaltung sie zukünftig nutzen möchten.

Fazit zum Thema Robo-Advisor Vergleich

Wer also all die vorgenannten Punkte in einem Robo-Advisor Vergleich beachtet, wird zweifelsohne jenen Anbieter finden, der am Besten zur eigenen Erwartungshaltung beim Thema Geldanlage und Vermögensaufbau passt. 

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Oliver S.

Oliver ist der Journalist im Team. Ausgebildeter Banker (Hypo Vereinsbank), hat hohes Maß an spezifischem Finanzwissen und ist einer der bekanntesten Schreiberlinge in der Finanz-Szene. Was er schreibt, hat Gewicht und Aussagekraft. Vor allem vermittelt er das Thema Finanzen in einer Leichtigkeit, die seinesgleichen sucht. Nicht ohne Grund hat Oliver unter anderem auch für die Huffington Post geschrieben. Zudem ist er bis heute auch als Redakteur für FTD.de (ex Financial Times Deutschland) als auch auf Unternehmerhandbuch.de tätig. Also eine echte Bereicherung für das Team. Kümmert sich hier um alles, was mit dem Thema Finanzwissen, Interviews und News zu tun hat.
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