Mit Aktien & Co. ein Vermögen aufbauen

Vermögen und Reichtum – davon träumt insgeheim wohl Jeder. Doch wie zu einem entsprechenden Vermögen kommen? Etwa mit Aktien langfristig ein Vermögen aufbauen? Sicherlich eine der besten Möglichkeiten, doch diese Vorstellung löst offensichtlich bei vielen deutschen Anlegern immer noch massive Angst aus.

Zumindest Vorbehalte hinsichtlich  der Geldanlage in Aktien. Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage zeigt abermals deutlich, dass der deutsche Anleger bei seinen Investments immer noch Sicherheit vor Rendite setzt.

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Oliver S.

14. Juli 2020

Aktien - effiziente Möglichkeit des Vermögensaufbaus

14. Juli 2020

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Bedeutet dies also, dass im Gedankengut des deutschen Anlegers Wertpapiere von Unternehmen reine Spekulationsobjekte für Zocker sind? Dabei völlig missachtend, dass solche Anteilsscheine im Grunde eine über 100 Jahre reichende Tradition dahingehend haben, auf lange Sicht hin bestens zum Vermögensaufbau geeignet zu sein? Woran mag diese „Abwehrhaltung“ gegenüber einem Investment in Unternehmenspapiere liegen?

Liegt es an mangelndem Interesse oder gar Wissen über diese Möglichkeit des Vermögensaufbaus? Gar übersteigerte Angst vor möglichen Verlusten?

Zweifelsfrei: Aktien-Investments bieten langfristig hohe Renditen

Statistiken belegen immer wieder, dass die ablehnende Haltung gegenüber Aktien-Investments mehrere Ursachen hat. Allem voran die Angst vor Verlust, mangelndes Wissen als auch vermeintlich zu wenig Kapital. Doch können all diese Punkte wirklich der Grund sein, bestehendes Kapital durch unrentable Investments zu „verbrennen“? Die Chancen der Aktienmärkte weltweit für den Kapitalaufbau nicht zu nutzen?

Dabei existieren am Kapitalmarkt mittlerweile vielfältige Möglichkeiten, um mit Wertpapieren langfristig ein Vermögen aufzubauen. Wer zudem früh genug mit einem Investment beginnt, kann langfristig sogar von einer finanziell gesicherten privaten Altersvorsorge profitieren.

Möglichkeiten des Vermögensaufbaus mit Aktien im Überblick

Doch wie investieren? Der Markt bietet hier mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten sich als Anleger an den weltweiten Aktienmärkten zu engagieren. Zunächst einmal sind es die folgenden Optionen, die derzeit am Finanz-Markt existieren, wenn langfristig mit  Wertpapieren ein Vermögen aufgebaut werden soll >>

 

  • Direktanlage in Anteilsscheine (Kauf an der Börse)
  • Aktien-Sparpläne
  • Aktienfonds-Sparpläne
  • ETF-Sparpläne

Jede der genannten Anlagemöglichkeiten hat je nach Anleger-Typus seine Vor – als auch Nachteile. Diese Vor- als auch Nachteile ergeben sich in der Regel aus den einzelnen Elementen der persönlichen Anlagestrategie >>

 

  • Wie stellt sich die eigene Kapital-Situation dar?
  • Wie hoch ist die Risikobereitschaft?
  • Welcher Anlagehorizont?
  • Was sind die Renditeziele?

Je nachdem wie diese Punkte in einer persönlichen Investmentstrategie „gewichtet“ werden, kann eine oder gegebenenfalls auch mehrere der folgenden Anlagemöglichkeiten zur Erreichung des Investment-Ziels genutzt werden.

Direktanlage in Aktien für Anleger mit Kapital

Zum Grundverständnis der Kapitalanlage: Vermögen lässt sich mittel- bis langfristig auf die eine oder andere Weise aufbauen. Und zwar annehmend, dass ein Grundkapital bereits existent ist oder nicht.

So lassen sich Anleger grob in zwei große Gruppen einteilen: Während zahlreiche Menschen in Deutschland bereits ein gewisses Kapitalvolumen besitzen, beispielsweise 10.000 oder 20.000 Euro, müssen andere Anleger und Sparer mit dem Vermögensaufbau bei Null beginnen.

Im letzteren Fall ist ein direktes Investment in einzelne Wertpapiere somit nicht unbedingt geeignet. Der Grund hierfür? Beim Kauf und Verkauf der Wertpapiere fallen stets hohe Gebühren an. Wer zum Beispiel nur 100 – 200 Euro monatlich in ausgewählte Anteilsscheine investieren möchte (oder kann), der würde bei jedem Kauf – je nach Bank und Broker – zwischen sechs bis 20 Euro (und darüber) allein an Orderkosten zahlen.

Hieraus resultiert also, das ein Teil des möglichen Kapitaleinsatzes allein durch Orderkosten “verloren” ginge. Kosten, die bereits vor Kauf eines oder mehrerer Anteilsscheine, durch entsprechende Kursgewinne dann erst einmal wieder ausgeglichen werden müssten. Etwas, was also letztendlich deutlich zu Lasten potentiell zu erzielender Rendite geht.

In Wertpapiere investieren benötigt hohes Kapital

Zudem wäre die Auswahl bestimmter Aktien aufgrund ihres Wertes deutlich eingeschränkt. Anteilsscheine wie beispielsweise jene von Apple, Google oder Amazon etc. wären vom Kauf komplett ausgeschlossen. Obwohl sich vielleicht gerade aufgrund eines temporär gefallenen Kurses der Einstieg lohnen würde. Aus diesen Gründen ist der Kauf von Aktien als direktes Investment vor allem für Anleger geeignet, die bereits ein kleines Vermögen besitzen.

Sie können aufgrund ihres Kapitalvolumens die Kosten des Aktienkaufes temporär ausgleichen. Unter dieser Voraussetzung besteht die Möglichkeit, Anteilsscheine von Unternehmen an der Börse zu erwerben. Aufgrund des erworbenen Aktien-Volumens sind dann entsprechende “Anschaffungskosten” bereits bei geringfügig steigenden Aktienkursen ausgeglichen.

Beim Vermögensaufbau mit Aktien in Form eines direkten Investments sollten Sie allerdings auf die folgenden Punkte achten >>

 

  • Anlagevermögen aufteilen (Diversifizierung)
  • Dividendentitel mit kontinuierlichem Ertrag wählen
  • Maßnahmen zur Kurssicherung ergreifen, insbesondere Stopp-Loss-Order
  • (Vorübergehende) Kursverluste sollten „ausgehalten“ werden
  • Kursverluste sollten bei weiterhin positiver Aussicht als Aufbau weiterer Positionen genutzt werden

Aktien-Sparplan als direktester Weg zum monatlichen Vermögensaufbau

Viele Anleger und Sparer beginnen mit dem Vermögensaufbau jedoch bei null, so dass insbesondere Sparpläne auch für den Vermögensaufbau mit Anteilsscheinen von Unternehmen die ideale Lösung darstellen können. Der direkteste Weg ist in diesem Bereich der Aktien-Sparplan, der von zahlreichen Banken und Brokern angeboten wird.

Bei einem, auf Aktienkäufen basierenden Sparplan geschieht genau das, was sich eigentlich – wie im vorherigen Abschnitt beschrieben – mit kleineren Anlagesummen aufgrund der relativ hohen Kosten nicht lohnt, nämlich der Direktkauf der Wertpapiere.

Da Aktien-Sparpläne von den Kosten her allerdings etwas anders strukturiert sind, macht es auf jeden Fall Sinn, im Zuge eines solchen Sparvertrages monatlich eine bestimmte Anzahl von Anteilsscheinen werthaltiger Unternehmen zum Vermögensaufbau zu erwerben.

Im Rahmen eines solchen Sparplans  sollten vor allem die folgenden Punkte von Beginn an klar definiert werden >>

• Welche Wertpapiere / Anteilsscheine sollen regelmäßig gekauft werden?
• Kauf einer bestimmten Anzahl oder für einen festen Betrag pro Monat?
• Rhythmus der Sparplan Einzahlungen, beispielsweise monatlich?
• Geplante Umschichtung der Aktien in sichere Anleihen wenige Jahre vor Ende der Spardauer?

Mit dem Aktien-Sparplan steht also eine Möglichkeit zur Verfügung, wie selbst dann mit Aktien ein Vermögen aufgebaut werden kann, falls die geplante Kapitalanlage bei null Euro beginnt.

Fonds-Sparplan: Breit gestreut in Wertpapiere über Aktienfonds investieren

Eine etwas indirektere Möglichkeit, wie mit börsennotierten Wertpapieren Kapital aufgebaut werden kann, sind die vielfältigen Angebote von Investmentfonds. Hier geht es natürlich in erster Linie entweder um reine Aktienfonds oder um gemischte Fonds, bei denen sich sowohl Aktien als auch Rentenpapiere im Portfolio der Fondsgesellschaft befinden.

In beiden Fällen existiert der Vorteil, dass nicht nur – wie beim Aktiensparplan – in einzelne Wertpapiere investiert wird. In der Regel befinden sich im Fondsportfolio indirekt mindestens 10 bis 20 unterschiedliche Aktienwerte.

Der Fondssparplan ist insbesondere für Anleger geeignet, die auf das Fachwissen und die Erfahrung eines Fondsmanagers vertrauen und dass dieser eine gute Selektion für das Portfolio vornimmt. Somit stellen Aktienfonds eine gute Möglichkeit zum stetigen Kapitalaufbau dar. Desweiteren kann der Umstand, sich nicht selbst um die Auswahl der Wertpapiere kümmern zu müssen, für manchen Anleger durchaus vorteilhaft sein.

ETF-Sparplan als kostengünstige Variante zum Vermögensaufbau

ETF Sparplan als kostengünstige Alternative zum Aktien Investment
Steht bei der Geldanlage mit Aktien der Kostenfaktor als Schwierigkeit im Vordergrund sollte ein ETF Sparplan ins Auge gefasst werden. Er lässt sich mit wenig Einsatz zu geringen Kosten umsetzen.

Mit Aktienfonds lässt sich im Rahmen eines Fondssparplans zwar durch den regelmäßigen Kauf der Wertpapiere ein durchschnittlich guter Ertrag erzielen. Dieser könnte allerdings öfter höher sein, wenn beim Investment in Aktienfonds nicht vergleichsweise hohe Gebühren anfallen würden. Die Kosten setzen sich oftmals sogar aus mehreren Bausteinen zusammen >>

• Managementgebühr
• Ausgabeaufschlag (Agio)
• Verwaltungsgebühren (Aktienfonds 0,8 bis 3 Prozent)

Käufer von Investmentfonds sollten die Gebühren also genau im Blick haben, denn sie gehen zu Lasten der Rendite.

Soll eine wirklich kostengünstige Alternative zum Vermögensaufbau her, um an der Entwicklung der globalen Aktienmärkten zu partizipieren, dann ist vor allem der ETF Sparplan ein unbedingt zu beachtendes Kapitalanlage-Angebot. Denn wer sich für die Nutzung eines solchen Sparplans auf ETF Basis entscheidet, wird in der Regel mit durchschnittlich 0,6 Prozent Gesamtkostenquote belastet.

Was im Klartext bedeutet, dass die Kostenquote bei einem gut konstruierten ETF Sparplan von allen bis dato vorgestellten Anlage-Optionen am günstigsten ist. Womit deutlich wird, dass die generierten Erträge (Renditen) bei einem ETF Investment nur geringfügig durch Kostenfaktoren vermindert werden.

Ein weiterer Vorteil von Sparplan-Angeboten auf ETF Basis ist, dass es sich hierbei um stetig wachsendes Angebot der Geldanlage handelt. Kein Aktienmarkt und Anlageschwerpunkt , der nicht mittels eines Exchange Trade Funds abgedeckt wird. Die einzige Ausnahme stellen Krypto-ETFs dar, die zwar immer wieder angekündigt werden, aber letztendlich an der Zulassung scheitern.

Fazit: Mit Aktien können Sie Vermögen erweitern oder mit dem Kapitalaufbau starten

Als Gesamtfazit gilt festzuhalten, dass Wertpapiere als auch entsprechende Fonds-Angebote ein nachwievor zu empfehlendes Investment Angebot darstellen. Denn mit einer Investition ist es möglich, in einem mittel- bis langfristig gewählten Anlagehorizont ein Vermögen aufzubauen.

Dies gilt sowohl dann, wenn bereits eine gewisse Kapitalsumme zur Verfügung steht als auch unter der Voraussetzung, dass mit null Euro begonnen werden muss. Aktien gelten desweiteren (langfristig betrachtet) als überaus renditestark.

Ebenso ist das investierte Kapital bei Bedarf schnell verfügbar und das Risiko ist gerade beim langfristigen Vermögensaufbau nicht nennenswert. Vorausgesetzt, dass eine solide Diversifikation bei dem geplanten Projekt „Investment“ vorgenommen wird.

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Oliver S.

Oliver S.

Oliver ist der Journalist im Team. Ausgebildeter Banker (Hypo Vereinsbank), hat hohes Maß an spezifischem Finanzwissen und ist einer der bekanntesten Schreiberlinge in der Finanz-Szene. Er das Thema Finanzen in einer Leichtigkeit, die seinesgleichen sucht. Nicht ohne Grund hat Oliver unter anderem auch für die Huffington Post geschrieben. Zudem ist er bis heute auch als Redakteur für FTD.de (ex Financial Times Deutschland) als auch auf Unternehmerhandbuch.de tätig. Kümmert sich hier um alles, was mit dem Thema Finanzwissen, Interviews und News zu tun hat.

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