Finanzielle Unabhängigkeit für Frauen durch Sparpläne

Beste und somit erfolgreiche Geldanlage = finanzielle Freiheit! Also ran an den Sparplan und in Investmentfonds investieren. Nichts einfacher als das, denn wir Deutschen gelten allgemeinhin als DAS Volk der Sparer. Aber und genau das ist die Krux dabei, vergessen wir dabei all zu oft den zweiten Teil, nämlich das “anlegen” der ersparten Summe. Dabei klingt das doch alles so einfach. Und in der Tat. Es ist einfach. Und dennoch folgen dieser “einfachen” Formel viele Menschen nicht. Vor allem Frauen nicht. Doch warum eigentlich? Die einfache Antwort darauf?

Julia F.

Julia F.

1. Juni 2020

Grünes Investment - ein 10 Punkte Guide für Anleger

1. Juni 2020

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So einfach und doch schwerwiegend:

Die deutschen Bundesbürger und vor allem Frauen sind vorsichtig bei ihren Investments.

Statt mit Aktien zu zocken, bevorzugen sie risikoarme Anlagen, auch wenn sie dafür längere Laufzeiten und kleinere Renditen in Kauf nehmen müssen. Um sich ein Vermögen, eine Zusatzrente und so eine finanzielle Unabhängigkeit aufzubauen, sind darum Sparpläne wie gemacht für Frauen. Frauen, die über kein oder wenig Kapital verfügen, für die also eine Anlage mit (hoher) Einmal-Einlage nicht in Frage kommt.

Ebenso wie für Frauen, die wenig Zeit damit verbringen möchten, den Börsenindex zu verfolgen und sich ständig mit Käufen und Verkäufen auseinanderzusetzen. Oder Frauen, die die Freiheit haben wollen, bei finanziellen Engpässen auch mal ein paar Monate die finanzielle Fortführung ihrer Investment Aktivitäten aussetzen zu können.

Was sind Sparpläne?

Ganz grundsätzlich sind Sparpläne eine Art des Investment, bei der monatlich eine festgelegte Summe eingezahlt wird. Mit dieser Summe werden dann automatisch Anteile an den Finanzprodukten gekauft, die Gegenstand des Investment-Sparplans sind.

Bei Abschluss eines Sparplans mit der Hausbank kümmert sich diese darum, dass das Geld wunschgemäß risikoarm angelegt wird. Die meisten Banken haben Sparpläne zur privaten Altersvorsorge oder zur Immobilienfinanzierung im Angebot.

Darüber hinaus stehen Frauen, die ein vorsichtiges Investment bevorzugen, auch Sparpläne für Anlagen in Edel- und Industriemetalle, Investmentfonds oder ETFs zur Verfügung. Diese werden aber nicht von allen Banken angeboten, sodass sie sich an externe Anbieter wenden oder unabhängig von der Hausbank in Eigenregie ein Depot eröffnen müssen.

Die wichtigsten Eigenschaften von Sparplänen

Einige Anbieter verlangen eine Ersteinlage, um den Sparplan zu eröffnen. Meist handelt es sich dabei um eine geringere dreistellige Summe. Es gibt aber auch Sparpläne, die man sofort per monatlicher Rateneinzahlung bedienen kann, ohne zur Eröffnung eine höhere Summe bereitzustellen. Viele Sparpläne kann man bereits ab einer monatlichen Einzahlung in Höhe von 25 € eröffnen. Teilweise werden sogar Modelle ab 10 € Monatseinzahlung angeboten. Nach oben sind hingegen kaum Grenzen gesetzt.

Die monatliche Einzahlungshöhe kann in der Regel jederzeit angepasst werden. Frauen sollten sich allerdings ausführlich informieren, ob eine Anhebung der Raten zur Folge hat, dass sie später nicht wieder herabgesetzt werden kann. Im Idealfall ist das möglich, aber einige Banken erlauben das nicht.

Darum sollten Frauen auch bei Sparplänen über ihre finanziellen Möglichkeiten Bescheid wissen und ihre Einzahlungsraten daran anpassen. Empfehlenswert ist außerdem, mit geringeren Summen zu starten und gegebenenfalls später zu erhöhen oder einen weiteren Sparplan zu eröffnen.

Vermögensaufbau mittels Sparplan
Um ein Vermögen aufzubauen, ist es nicht zwingend erforderlich ein hohes Startkapital zu haben. Sparpläne ermöglichen eine Kapitalanlage bereits ab 25 Euro pro Monat. Wer regelmäßig seinen Sparplan bedient, kann auch so auf lange Sicht ein kleines Vermögen aufbauen.

Sparpläne haben im Regelfall eine festgelegte Laufzeit. Wird die Bedienung des Sparplans kurzfristig ausgesetzt, wird die Laufzeit um den pausierten Zeitraum verlängert. Nach Ende der Laufzeit könne Frauen wählen, ob Sie ihre Anteile verkaufen oder damit noch warten wollen, etwa, weil die Kurse niedrig sind. Sie können aber auch die Laufzeit verlängern oder sich direkt für Gewinnausschüttungen, statt für den Verkauf entscheiden.

In diesem Fall erfordert die Beobachtung der Märkte noch weniger Aufmerksamkeit. Allerdings ist der Nachteil der, dass die Ausschüttungen nur so hoch ausfallen, wie es die Kurse zum aktuellen Zeitpunkt zulassen. Das bedeutet, der Gewinn kann schwanken oder sehr gering ausfallen.

Ein Sparplan, insbesondere beim Fondssparen, hat den Vorteil, dass Kursschwankungen am Aktienmarkt durch die regelmäßigen Einzahlungen und Einkäufe ausgeglichen werden können. Das nennt man den Cost-Average-Effekt. Wird der Markt durch hohe Kurse bestimmt, kaufen Frauen für die gleiche Sparsumme weniger Anteile.

Sowie der Marktpreis allerdings wieder fällt, erwerben sie mit ihrer monatlichen Rate mehr Anteile. Abstürze des Index’ können also beruhigt ausgesessen und durch den nächsten Peak automatisch wieder ausgeglichen werden.

Welche Sparpläne sind zum Vermögensaufbau von Frauen geeignet?

Zur Kapitalakkumulation mittels Sparplänen steht Frauen eine ausreichend große Auswahl an Investment-Produkten zur Verfügung. Sie können hier bei ihrer persönlichen Strategie zur Geldanlage wählen zwischen

 

  • Fondssparplänen,
  • ETF-Sparplänen,
  • Aktiensparplänen,
  • ETC-Sparplänen,
  • Gold- und sonstigen Metallsparplänen, sowie
  • Zertifikat-Sparplänen.

Grundsätzlich tun Frauen gut daran, sich nicht nur auf einen Sparplan zu verlassen. Idealerweise bedienen sie Sparpläne unterschiedlicher Risikoklassen und Investitionsarten gleichzeitig. So können sie ihr Portfolio auf ganz natürliche Art und Weise verbreitern.

Ein Beispiel wäre, eine monatliche Sparrate von 100 € auf vier verschiedene Sparpläne zu je 25 € oder auf drei unterschiedliche zu Raten von 1 x 50 € und 2 x 25 € aufzuteilen.

 

  • Mit einem Goldsparplan (erhältlich schon ab 25 € pro Monat) profitieren Frauen von mehreren Vorteilen:

Gold ist eine endliche Ressource, weshalb der Bedarf daran zukünftig dauerhaft steigen wird und das bei gleichzeitig geringerer oder zumindest unveränderter Verfügbarkeit. Das bedeutet, dass der Marktpreis steigen wird. Zum Ende der Sparplanlaufzeit können sie ihr erworbenes Gold also gewinnbringend veräußern.

Gold hat außerdem den Vorteil, dass sie ihr Anlageprodukt in Form von Münzen oder Barren auch physisch vor Augen (und in der Hand) haben können, was bei Fonds oder Aktien nicht der Fall ist.

 

  • Ein ETF-Sparplan (erhältlich vereinzelt bereits ab 10 € im Monat) vereint hohe Renditechancen und geringes Risiko auf sich:

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds, die, wie es der Name schon sagt, den Kursverlauf ausgesuchter Aktienindizes ab. Welchen genau, können Frauen selbst auswählen. Das bedeutet, sie haben bei ETF-Sparplänen die Möglichkeit, auch nachhaltig und einigermaßen moralisch Geld anzulegen.

Etwa, indem sie sich für ETFs entscheiden, die den MSCI-Europe-SRI-Index oder andere sogenannte „Socially Responsible Investing“-Indizes abbilden. So vermeiden sie, dass mit ihrem Geld die Produktion von Waffen oder Gentechnik unterstützt werden.

 

  • Mit Fondssparplänen (erhältlich meist ab 25 € oder 50 € Monatsrate) sind langfristige Investments möglich:

Auch bei Fondssparplänen können Frauen aktiv die Gestaltung ihres Investments beeinflussen. Etwa in dem sie sich für Technologiefonds entscheiden, die in erneuerbare Energien investieren, aber nicht in Waffen, Drogen oder andere fragwürdige Produkte. Fondssparen eignet zur langfristigen Geldanlage, eine Mindestlaufzeit von 3 Jahren sollte aber möglichst eingehalten werden.

Fonds sind demnach als Alternative für die private Altersvorsorge, aber auch als Anlagemöglichkeit für die Kinder gut geeignet. Das Risiko bei Fonds-Sparplänen ist im Vergleich zu ETFs etwas höher, aber auch für vorsichtigere Anlegerinnen noch gut vertretbar.

Die Frage danach, welche Art Sparplan für Frauen geeignet ist, lässt sich nicht allgemein gültig beantworten. Das hängt zum einen von den vorhandenen Mitteln ab, zum anderen davon, welche Kosten sie etwa für die Depotführung und Orderprovision in Kauf nehmen wollen. Außerdem auch von der Risikobereitschaft der einzelnen Frau und vom Renditewunsch.

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Julia F.

Julia F.

Julia ist unsere Spezialistin im Bereich “Frauen und Geldanlage”. Selbst als Quereinsteigerin in die Finanz-Szene gestartet, setzt sie sich bei uns mit den typischen Fragen und Unsicherheiten von Frauen beim Thema Geldanlage und Vermögensaufbau auseinander. Und sie spricht aus Erfahrung, denn sie ist mittlerweile selbst erfolgreiche Anlegerin. Julia gewährt uns mit ihren Beiträgen einen Einblick in die weibliche Welt der Geldanlage und des Vermögensaufbaus.

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