RoboAdvisor Whitebox erhöht Aktienquote in seinen Portfolios

Dass die Corona Krise extreme Auswirkungen auf die Finanzbranche hat, ist kein Novum. Die Frage ist jedoch wie beispielsweise die Robo-Advisor mit der aktuellen Börsensituation umgehen. Nun hat der Freiburger RoboAdvisor Whitebox erstmalig seit Beginn der Corona-Krise die Asset Allokation seiner Kunden-Portfolios vorgenommen – und zwar über alle Risikostufen mit Ausnahme der defensivsten Ausrichtung hinweg.

Markus

Markus G.

9. April 2020

RoboAdvisor Whitebox erhöhrt Aktienpositionen

9. April 2020

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Im Zuge dieser Asset Allokation wurden die Aktien-Positionen erhöht und damit gemäß dem eigenen Value Ansatz entgegen dem derzeitigen Investment-Trend agiert.
Warum seitens des Robo-Advisors in der Form agiert wurde, erklärt die Gründerin von Whitebox, Salome Preiswerk wie folgt:

„Leider verbinden viele Anleger wie auch Wettbewerber Börsen-Turbulenzen vorrangig mit Risiken und Angst. Als Value-Investoren hingegen blicken wir in Baisse- und Bärenmärkten nicht nur auf Risiken, sondern vor allem auf die sich ergebenden Chancen. Denn genau das bedeuten gefallene Kurse häufig für langfristig orientierte Investoren.“

Roboadvisor Whitebox sieht Anlagechancen über Assetklassen, Regionen und Sektoren hinweg

Der RoboAdvisor Whitebox hat im Hinblick auf die Regionen vor allem seine Positionen bei US Aktien ausgebaut und ebenso koreanische Aktien in die Soll-Allokationen neu aufgenommen. Begründet liegt dies vor allem in den jüngsten Kurskorrekturen, denn aktuell liegt der amerikanische Markt nicht mehr auf extremen Höchstständen, was günstige Einstiegsmöglichkeiten in zahlreiche Unternehmen bietet.

Dies gilt auch für die neu aufgenommenen Wertpapiere aus Korea, die durch den Handelskrieg zwischen den USA und China und seinen Auswirkungen auf den Welthandel, in Mitleidenschaft gezogen wurden und deutlich nach unten korrigierten.

Whitebox sieht zudem deutliche Chancen im Energiesektor und Gesundheitssektor

Bezüglich der Sektoren sieht der Roboadvisor Whitebox Chancen vor allem in der europäischen Energiebranche, deren erwartete zukunftsgerichtete Renditen zu den höchsten der untersuchten Aktienmärkte und Sektoren gehören. Die starken Kursrückgänge der Branche im jüngsten Abschwung lagen vor allem an einer erwarteten Verlangsamung der Weltwirtschaftsaktivität und einem „Preiskampf“ zwischen Saudi-Arabien und Russland, der zu einem fallenden Ölpreis führte.

Auch das Gesundheitswesen bleibt im Vergleich zu anderen sicheren Vermögenswerten im Aktienbereich attraktiv, auch wenn es sich während der jüngsten Marktturbulenzen gut geschlagen hat. Denn: Es bietet nicht nur weiterhin ein attraktives Wachstumspotenzial sowie stabile Cashflows, sondern stellt im Vergleich zu anderen Vermögenswerten auch eine tendenziell defensive Position dar.

Hochverzinsliche Anleihen stellen neue Position in den Portfolios dar

Im Bereich der Anleihen hat Whitebox seine Bestände weiter diversifiziert und mit hochverzinslichen Schuldtiteln eine neue Position eingeführt. Denn diese Anlageklasse schätzt der digitale Vermögensverwalter nach dem plötzlichen Anstieg der Spreads gegenüber Staatsanleihen wieder als attraktiv bewertet ein.

Prävention muss erfolgen, bevor die Krise eintritt

Nach Ansicht von Whitebox sollte alles, das im Zusammenhang mit langfristiger Geldanlage steht – Perspektive, Anlage-Ansatz, Risikomanagement und auch die Rendite-Betrachtung –, ebenfalls langfristig ausgerichtet sein. Als langfristig ausgerichteter digitaler Vermögensverwalter hat Whitebox daher seine Portfolios bereits 2019, also weit vor den Turbulenzen durch die Corona-Krise, tendenziell defensiver ausgerichtet.

Denn in Hausse-Phasen kommt es immer wieder vor, dass die Euphorie der Anleger die Aktienkurse in Höhen treibt, die aus fundamentaler Perspektive nicht gerechtfertigt erscheinen. Aufgrund der sehr hohen Bewertungen der meisten Aktienmärkte hatte der Robo-Advisor schon länger mit Kurskorrekturen gerechnet – und seine Positionen in stark überbewerteten Märkten reduziert.

Salome Preiswerk ist überzeugt:

„Maßnahmen zum Schutz vor den Folgen einer Krise oder Katastrophe sollte man ergreifen, bevor diese eintreten. Wenn die Erde bereits bebt, ist es für Risiko-Prävention zu spät. Das gilt auch, wenn nicht sogar vor allem, an den Börsen.“

Derzeit liegt der Fokus des Freiburger FinTechs auf der Risikoseite darauf, jene Auswirkungen der Corona-Krise, die einen relevanten negativen Effekt auf seine langfristigen Fair-Value-Berechnungen haben, von denen zu unterscheiden, die so schnell wieder weg sein werden, wie sie gekommen sind. In vielen Fällen ist es zwar für eine seriöse abschließende Bewertung noch zu früh.

In einem Punkt ist sich Salome Preiswerk, Gründerin vom RoboAdvisor Whitebox aber sicher:

„Die Corona-Krise wird die Menschheit nicht zurück in die Steinzeit katapultieren. Anleger, die jetzt vorausschauend – und im Zweifel gegen den Trend – agieren, profitieren von der späteren Erholung der Unternehmen – und damit auch der Aktienmärkte. Wann auch immer das sein wird.“

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Markus G

Markus ist der “Kopf” des Teams. Ideengeber, Vermarkter, Redakteur und irgendwie an allem auf diesem Portal beteiligt. Ohne ihn würde es dieses Portal so nicht geben. Eine Idee – entstanden aus dem persönlichen Interesse an FinTech und nun langjähriger Erfahrungen in der Finanz-Szene. Zudem ist Markus Kolumnist auf zahlreichen Investment-Plattformen – vor allem im englischsprachigen Raum, aber u.a. auch auf Focus.de
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