Scalable Capital Kinderdepot: Gebührenfreie ETF-Sparpläne ab 2025

Je früher Eltern mit dem Vermögensaufbau für ihre Kinder beginnen, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt. Das Problem: Laufende Kosten fressen über Jahrzehnte einen erheblichen Teil der Rendite auf. Scalable Capital hat sein Angebot jetzt um ein Kinderdepot erweitert – mit vollständigem Gebührenverzicht bis zur Volljährigkeit. Was das konkret bedeutet, welche der zwei Varianten besser passt und welche steuerlichen Aspekte Eltern kennen müssen, zeigt dieser Artikel.
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Markus G

Zuletzt aktualisiert am: 25. Februar 2026

24. Oktober 2025

Scalable Capital Kinderdepot: Glückliche Familie zu Hause sitzt an einem Tisch und recherchiert am Laptop Informationen zum Kinderdepot und zur langfristigen Geldanlage.

Scalable Capital Kinderdepot: Das Wichtigste auf einen Blick

Das Scalable Capital Kinderdepot ermöglicht Eltern den gebührenreduzierten Vermögensaufbau für Minderjährige – in zwei Varianten: selbstverwaltet über den Scalable Broker oder automatisiert über Scalable Wealth. Im Broker entfallen die TER-Kosten für 200 ausgewählte ETFs. Bei Scalable Wealth wird die Verwaltungsgebühr bis zum 18. Geburtstag vollständig erlassen. Sparpläne sind ab 1 Euro monatlich ohne Ordergebühren möglich. Steuerlich profitieren Kinder von kombinierten Freibeträgen von bis zu 13.132 Euro jährlich. Das Depot gehört rechtlich dem Kind – die Verwaltung liegt bis zur Volljährigkeit bei den Sorgeberechtigten.

Scalable Capital bietet beim Kinderdepot nicht eine, sondern zwei grundlegend verschiedene Anlageoptionen. Welche davon besser zur eigenen Situation passt, hängt von Kenntnisstand und gewünschtem Betreuungsaufwand ab.

Zwei Depot-Varianten im Vergleich: Broker vs. Scalable Wealth

Direktvergleich der zwei Kinderdepot-Varianten bei Scalable Capital nach Verwaltung, Kosten, Gebührenersparnis und Zielgruppe.

KriteriumScalable Broker (selbstverwaltet)Scalable Wealth (automatisiert)
PortfolioverwaltungEigenständig durch ElternAutomatisch durch Scalable Wealth
AnlageuniversumETFs, Aktien, FondsVorselektierte ETF-Portfolios
GebührenreduzierungTER-Erstattung für 200 ETFs (iShares, Xtrackers)Verwaltungsgebühr bis 18. Geburtstag vollständig erlassen
SteueroptimierungEigenverantwortlich durch ElternAutomatische Ausschöpfung des Sparerpauschbetrags
Sparplan ab1 Euro / Monat, gebührenfrei1 Euro / Monat, gebührenfrei
Potenzielle Mehrrendite bis 18 (bei 50 €/Monat)ca. 20.000 Euroca. 55.000 Euro
Geeignet fürEltern mit ETF-Kenntnissen und aktivem InteresseEltern, die Verwaltung vollständig abgeben möchten

Der Unterschied von 20.000 zu 55.000 Euro potenzieller Mehrrendite klingt erheblich. Wie diese Zahlen zustande kommen und was dahintersteckt, zeigt das folgende Rechenbeispiel.

Gebührenersparnis im Langfristvergleich: Was die Kostenreduzierung konkret bringt

Rechenbeispiel für die Auswirkung der Gebührenreduzierung beim Scalable Capital Kinderdepot – auf Basis von 50 Euro monatlicher Sparrate, 7,7 Prozent jährlicher Rendite (historischer MSCI-World-Durchschnitt 1970–2024) und 18 Jahren Laufzeit.

SzenarioGesamteinzahlungDepotwert mit 18 JahrenDepotwert mit 67 Jahren*
Standard-Depot (mit Kosten)10.800 €ca. 23.000 €ca. 892.000 €
Scalable Broker (TER-Erstattung)10.800 €ca. 43.000 €k. A.
Scalable Wealth (vollständiger Gebührenverzicht)10.800 €ca. 78.000 €ca. 912.000 €

*Keine weiteren Einzahlungen nach Volljährigkeit angenommen. Vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für künftige Erträge.

Die Zahlen verdeutlichen: Nicht nur die Sparrate, sondern vor allem die Kostenquote entscheidet langfristig über die Höhe des Endvermögens. Der Unterschied zwischen einem Standard-Depot und dem gebührenfreien Scalable-Wealth-Modell beläuft sich über die gesamte Laufzeit auf mehrere zehntausend Euro – allein durch die eingesparten Kosten und den darauf entfallenden Zinseszinseffekt.

Neben den Kosten ist die steuerliche Seite eines Kinderdepots oft unterschätzt. Denn Kinder haben eigene Freibeträge – und die sind in der Kombination beachtlich.

Steuerliche Freibeträge beim Kinderdepot: Was steuerfrei bleibt

Minderjährige können in Deutschland mehrere steuerliche Freibeträge nutzen, die zusammen erhebliche Kapitaleinkünfte steuerfrei stellen:

FreibetragBetrag jährlich
Sparerpauschbetrag1.000 €
Grundfreibetrag12.096 €
Sonderausgaben-Pauschbetrag36 €
Gesamter steuerfreier Betrag13.132 € / Jahr

Für die steuerfreie Behandlung ist entweder ein Freistellungsauftrag oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Broker einzureichen. Scalable Wealth übernimmt die automatische Ausschöpfung des Sparerpauschbetrags. Im selbstverwalteten Broker-Modell liegt diese Aufgabe bei den Eltern.

Wichtige Nebeneffekte bei höheren Kapitaleinkünften: Die Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung kann bei Kapitaleinkünften über 6.420 Euro zuzüglich Sparerpauschbetrag entfallen. Zudem können relevante Kapitalerträge spätere BAföG-Ansprüche beeinflussen. Bei größeren Anlagebeträgen empfiehlt sich eine steuerliche Beratung.

Die Kontoeröffnung selbst ist bewusst einfach gehalten – und die rechtliche Struktur des Kinderdepots folgt klaren Regeln, die Eltern vorab kennen sollten.

Wie funktioniert die Depot-Eröffnung – und wem gehört das Kinderdepot rechtlich?

Die Eröffnung des Scalable Capital Kinderdepots erfolgt vollständig digital und ist in wenigen Minuten abgeschlossen. Rechtlich gehört das Depot dem Kind – nicht den Eltern. Die Sorgeberechtigten verwalten das Depot treuhänderisch bis zur Volljährigkeit. Mit dem 18. Geburtstag geht die vollständige Verfügungsgewalt automatisch auf das Kind über. Eine gesonderte Übertragung ist nicht notwendig.

Praktische Konditionen im Überblick:

  • Sparplan: Ab 1 Euro monatlich, ohne Ordergebühren, umfasst alle ETFs und 3.000 Aktien
  • Guthabenzins: Aktuell 2 Prozent p.a. (EZB-Einlagenzins, variabel) – im PRIME+-Modell ohne Begrenzung, im FREE-Tarif bis 100.000 Euro
  • Zuzahlungen: Per SEPA-Echtzeitüberweisung direkt nach Eröffnung möglich
  • Verwaltung: Über das bestehende Scalable-Capital-Konto der Eltern, kein separater Login erforderlich

Das Kinderdepot ist kein isoliertes Sparprodukt – es fügt sich in einen größeren Kontext ein: Die gesetzliche Rente wird für heutige Kinder voraussichtlich weniger leisten als für heutige Rentner.

Warum lohnt sich früher Vermögensaufbau für Kinder – auch mit Blick auf die Rente?

Die Deutsche Rentenversicherung prognostiziert aufgrund des demografischen Wandels ein langsameres Wachstum der gesetzlichen Renten – und gleichzeitig einen steigenden steuerpflichtigen Rentenanteil für jüngere Beitragszahler. Nach Berechnungen des Verbraucherportals Finanztip kann die Versorgungslücke bei Durchschnittsverdienern bis zu einer Million Euro betragen.

Hinzu kommt: Die geplante Frühstart-Rente der Bundesregierung soll ab 1. Januar 2026 mit einer monatlichen Förderung von 10 Euro für Kinder zwischen 6 und 18 Jahren zusätzliche Anreize schaffen. Die Umsetzung setzt auf eine privatwirtschaftliche Lösung – nicht abgerufene Mittel sollen kollektiv verwaltet werden.

Das Rechenbeispiel aus dem vorigen Abschnitt illustriert: 50 Euro monatlich, angelegt ab Geburt bis 18, wachsen durch den Zinseszinseffekt bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren – ohne weitere Einzahlungen – auf potenziell über 900.000 Euro. Frühzeitiger Start schlägt dabei in seiner Wirkung fast jeden späteren Sparplan.

Für wen eignet sich das Scalable Capital Kinderdepot?

Zielgruppenanalyse für das Scalable Capital Kinderdepot auf Basis von Kenntnisstand, Betreuungsaufwand, steuerlicher Situation und Anlagehorizont.

Kriterium✅ Geeignet❌ Weniger geeignet
AnlagehorizontLangfristig bis zur Volljährigkeit (10–18 Jahre)Kurzfristiger Sparbedarf unter 5 Jahren
Kenntnisstand (Broker)Erfahrung mit ETFs und eigenverantwortlicher AuswahlKein Interesse an aktiver Depotverwaltung
Betreuungsaufwand (Wealth)Eltern möchten alles automatisierenEltern wollen volle Kontrolle über ETF-Auswahl behalten
Steuerliche SituationFreibeträge des Kindes noch nicht ausgeschöpftHohe Kapitaleinkünfte, die GKV-Familienversicherung gefährden könnten
SparrateAb 1 Euro monatlich möglichEinmalanlagen ohne langfristigen Sparplan
VorsorgegedankeFrühzeitiger Kapitalgrundstein für Ausbildung oder Rente des KindesKurzfristige Verfügbarkeit für absehbare Ausgaben erforderlich

Fazit: Kinderdepot bei Scalable Capital – lohnt sich der frühe Start?

Das Scalable Capital Kinderdepot ist eines der kosteneffizientesten Angebote für den langfristigen Vermögensaufbau von Kindern. Der vollständige Gebührenverzicht bei Scalable Wealth bis zur Volljährigkeit ist im deutschen Markt bislang einmalig – und macht über 18 Jahre einen rechnerischen Unterschied von mehreren zehntausend Euro.

Die Wahl zwischen selbstverwaltetem Broker und automatisierter Vermögensverwaltung hängt vom eigenen Kenntnisstand ab. Wer ETFs kennt und aktiv mitgestalten möchte, ist im Broker gut aufgehoben. Wer das Depot vollständig auf Autopilot stellen will, profitiert von Scalable Wealth – inklusive automatischer Steueroptimierung.

Wichtig bleibt der Blick auf die Nebeneffekte: Hohe Kapitalerträge können die Familienversicherung in der GKV gefährden und spätere BAföG-Ansprüche beeinflussen. Bei größeren Anlagebeträgen lohnt eine kurze Abstimmung mit einem Steuerberater. Der Grundsatz gilt trotzdem: Früher Anfang schlägt späten Anfang – fast immer.

Häufige Fragen zum Scalable Capital Kinderdepot

Ab welchem Alter kann man ein Kinderdepot bei Scalable Capital eröffnen?

Das Scalable Capital Kinderdepot kann für Minderjährige ab Geburt eröffnet werden. Die Eröffnung erfolgt durch die Sorgeberechtigten digital in wenigen Minuten. Das Depot läuft rechtlich auf den Namen des Kindes – die Verwaltung liegt bis zur Volljährigkeit bei den Eltern.

Was ist der Unterschied zwischen Scalable Broker und Scalable Wealth beim Kinderdepot?

Im Scalable Broker verwalten Eltern das Depot selbst und erhalten TER-Erstattungen für 200 ausgewählte ETFs. Bei Scalable Wealth übernimmt die automatisierte Vermögensverwaltung die Portfoliogestaltung und Steueroptimierung – dafür wird die Verwaltungsgebühr bis zum 18. Geburtstag vollständig erlassen. Scalable Wealth eignet sich für Eltern, die das Depot vollständig auf Autopilot stellen möchten.

Welche Steuerfreibeträge gelten für Kinderdepots in Deutschland?

Kinder können in Deutschland Kapitaleinkünfte bis zu 13.132 Euro jährlich steuerfrei vereinnahmen – zusammengesetzt aus Sparerpauschbetrag (1.000 €), Grundfreibetrag (12.096 €) und Sonderausgaben-Pauschbetrag (36 €). Voraussetzung ist ein eingereichter Freistellungsauftrag oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung. Scalable Wealth übernimmt die automatische Ausschöpfung des Sparerpauschbetrags.

Was passiert mit dem Kinderdepot bei Volljährigkeit?

Mit dem 18. Geburtstag geht die vollständige Verfügungsgewalt über das Depot automatisch auf das Kind über. Eine separate Übertragung ist nicht notwendig. Das Kind kann das Depot dann eigenständig weiterführen, umschichten oder auflösen.

Kann ein Kinderdepot die Familienversicherung in der GKV gefährden?

Ja, bei höheren Kapitalerträgen ist Vorsicht geboten. Die Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung entfällt, wenn die Kapitaleinkünfte des Kindes die Freigrenze von 6.420 Euro zuzüglich Sparerpauschbetrag überschreiten. Auch BAföG-Ansprüche können durch relevante Kapitalerträge beeinflusst werden. Bei größeren Anlagebeträgen empfiehlt sich eine steuerliche Beratung.

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Markus G

Markus ist der “Kopf” des Teams. Ideengeber, Vermarkter, Redakteur und irgendwie an allem auf diesem Portal beteiligt. Ohne ihn würde es dieses Portal so nicht geben. Eine Idee – entstanden aus dem persönlichen Interesse an FinTech und nun langjähriger Erfahrungen in der Finanz-Szene. Zudem ist Markus Kolumnist auf zahlreichen Online-Plattformen – im englischsprachigen Raum unter anderem aufTalkmarkets, aber auch auf im deutschsprachigen Raum u. a. auf Focus.de
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