GROWNEY – das Robo-Advisor Angebot im ausführlichen Test

Growney - was bietet das Robo-Advisor Angebot interessierten Anlegern? Lohnt sich ein Investment für Anleger? Unser Testbericht gibt Antworten........

1. Der Robo-Advisor Growney im Test

Der von Gerald Klein 2014 gegründete Robo-Advisor ist mit seinem Angebot seit Mai 2016 am Markt und gehört damit zu den älteren digitalen Vermögensverwaltern in Deutschland.

Der erst kürzlich (Stand: Anfang Juli 2021) von der Stiftung Warentest mit der Note 1,3 ausgezeichnete Robo-Advisor bietet seinen Investoren bereits ab 25 Euro die Möglichkeit, Kapital zu investieren.

Die Partnerbank des Anbieters, der ausschließlich auf passive Indexfonds (ETFs) setzt, ist die Sutor Bank.

Angaben zum verwalteten Kundenvermögen (Assets under Management) sucht man seitens Growney vergeblich. Laut nicht verifizierter Quelle lag das verwaltete Vermögen Anfang 2020 bei rund 100 Millionen Euro.

growney Test - Auszeichnung als bester Robo-Advisor
Grafik: Growney setzt vor allem auf seine zahlreichen Auszeichnungen, um Vertrauen zu schaffen – doch nicht jeder Test sollte von Anlegern allzu ernst genommen werden – Quelle: growney

2. Die Geldanlage mit dem RoboAdvisor Growney

Growney setzt mit seinem vielfach ausgezeichneten Angebot sowohl auf Kunden, die klassisch investieren wollen, als auch auf Investoren mit grünem Daumen – das nachhaltige Investment-Angebot wird prominent platziert und stark beworben. Jeweils fünf Strategien bietet der digitale Vermögensverwalter an, um sein Geld in ETFs zu investieren. In Summe stehen dem Anleger als 10 Anlagestrategien mit unterschiedlicher Risiko-Gewichtung zur Verfügung.

2.1 Der Registrierungsprozess

Der Registrierungsprozess bei Growney ist logisch und durchdacht und fragt beim potenziellen Anleger alle relevanten Informationen ab. Das Onboarding nimmt etwa 15 bis 20 Minuten in Anspruch und kann am PC oder Smartphone durchgeführt werden.

2.1.1 Datenerfassung

Die Erfassung der Daten im Rahmen des Onboarding Prozesses ist dem der  anderen Marktteilnehmern sehr ähnlich.

Positiv: Ein Hilfe-Button sowie der Kontakt zum Kundenservice gibt Auskunft, sollte man an gewissen Stellen nicht weiterkommen.

Die Datenabfrage im Onboarding Prozess lässt sich in acht Schritte gliedern:

  1. Angabe, für was gespart werden soll – Vermögensaufbau, Altersvorsorge, Kind, Haus oder „Einfach so“.
  2. Auswahl, ob nur einmalig angelegt werden soll oder/und auch monatlich investiert wird.
  3. Angabe der Einmalanlage und/oder monatlichen Sparsumme.
  4. Bestimmtes Sparziel – ja oder nein? Je nach Auswahl Angabe der Höhe des Sparziels oder des Anlagehorizonts.
  5. Fragen zur finanziellen Situation: Höhe des monatlich freien Einkommens, des liquiden Vermögens und Angabe, wie lange von Reserven gelebt werden kann. Alle Fragen sind nochmals erklärt – gerade für Anfänger wichtig.
  6. Fünf Fragen zur Risikobereitschaft, um die passende Strategie zu ermitteln.
  7. Auswahl, ob nachhaltig oder klassisch investiert werden soll.
  8. Abfrage, ob man bereits Erfahrungen mit verschiedenen Anlageformen gemacht hat.
2.1.2 Anlagestrategie

Nach der Verarbeitung aller Informationen präsentiert Growney die, anhand der ermittelten Risikoklassifizierung des Anlegers die am Besten passende Anlagestrategie.

In unserem Growney Test war dies die Anlagestrategie growney 70.

In dem Vorschlag der, in unserem Roboadvisor Test ermittelt wurde, ist sofort ersichtlich, in welche Anlageklassen in welcher Gewichtung investiert wird.

Growney Test - Anlagevorschlag
Grafik: Darstellung der im Rahmen des Onboardings zur Risikoklassifizierung ermittelten Anlagestrategie – hier growney 70 – Quelle: growney

 

Im nächsten Schritt gelangt man zum sogenannten Anlageplaner. Mit diesem Tool zeigt Growney die Wertentwicklung des eingesetzten Kapitals auf. An dieser Stelle zeigt der digitale Vermögensverwalter alle relevanten Kennzahlen und Informationen:

  • Erwartbare Wertenwicklung in verschiedenen Abstufungen
  • Historische Renditen der Strategie inkl. der relevantesten Kennzahlen
  • Detaillierter Überblick über die eingesetzten ETFs

Dem Anleger steht in dieser Phase frei, die empfohlene Strategie nochmals zu wechseln – dies ist aber mit dem entsprechenden Hinweis „Ihre gewählte Strategie weicht von unserer Empfehlung ab.“ versehen. Bevor man tatsächlich eine nicht empfohlene Strategie wählt, kommt nochmals ein Pop-up-Fenster mit einer Bestätigung – vor allem für Einsteiger eine wichtige kleine „Hürde“, um bei der passenden Strategie zu bleiben.

Nach dem Bestätigen der Strategie werden nochmals alle Informationen inklusive Kosten transparent aufgezeigt.

growney Test - Anlagevorschlag detailliert
Grafik: Detailierte Darstellung der Anlagestrategie “growney70” als Anlagevorschlag – beinhaltend die detaillierte Aufteilung nach Anlageklassen, eingesetzter ETFs sowie den zu erwartenden Kosten – Quelle: growney
2.1.3 Abschluss der Registrierung

Bis zu diesem Zeitpunkt hat man als potenzieller Kunde noch kein Konto bei Growney – man kann also den gesamten Analyseprozess nutzen, ohne sich anzumelden. Ein Pluspunkt gegenüber vielen Mitbewerbern.

Nach der Bestätigung der E-Mail-Adresse werden personenbezogene Daten und Steuerinformationen sowie berufliche Verhältnisse abgefragt.

Die Registrierung wird mit dem Ident-Verfahren der Deutschen Post final abgeschlossen.

Zwischenfazit im Growney Test: Der Onboarding Prozess bei growney gestaltet sich einfach und übersichtlich und kann ohne vorherige Anmeldung gestartet werden. Am Ende steht ein detaillierter Anlagevorschlag, der klare Auskunft darüber gibt, wie das gemäß der ermittelten Risiko-Klassifizierung Anleger-Portfolio aussehen wird. Sehr gut!

2.2 Angebotsdarstellung

Der digitale Vermögensverwalter ist wie seine Konkurrenz über eine responsive Homepage erreichbar. Eine klassische App gibt es nicht, die Website ist aber wie heutzutage üblich für Smartphones optimiert.

Growney Test - Vorstellung des Roboadvisor Angebotes
Grafik: Nutzerfreundlichkeit des Robo-Advisor Angebotes – einfach, mobil und bestmögliche Transparenz – Quelle: growney

 

Beim Betrachten der Homepage liegt der Fokus gefühlt auf den vielen erhaltenen Auszeichnungen und Qualitätssiegeln, darunter auch von renommierten Vergleichen wie dem der Stiftung Warentest. Die Bewerbung des Angebots kommt aber ebenfalls nicht zu kurz – es wird sehr schnell ersichtlich, welche klassischen und nachhaltigen Strategien der Robo-Advisor anbietet.

In einer direkt auf der Startseite implementierten, sehr intuitiven Übersicht ist für den Kunden direkt ersichtlich, welche Strategie zu welchen Teilen in welche Anleihen und Aktien investiert. Auch historische Performance-Daten oder beispielhafte Wertentwicklungen sind immer wieder zu finden.

Informationen zu ETF-Sparplänen sind übersichtlich dargestellt, Kinder- oder Enkeldepots im klassischen Sinne sind hingegen nicht möglich, wie ein Blick in die FAQ verrät.

Diese sind logisch und strukturiert aufgebaut, verfügen über eine Suchfunktion und bilden so alle relevanten Fragen und Antworten ab.

Grundsätzlich fällt auf, dass Growney sehr transparent mit Informationen zu Kosten, Performance und dem allgemeinen Angebot umgeht. Die Darstellung des Angebots ist übersichtlich und lässt grundsätzlich keine Wünsche offen.

2.2.1 Welche Anlageklassen gibt es?

Der Robo-Advisor investiert ausschließlich in passive Indexfonds – besser bekannt als ETFs. Die ausgewählten Produkte durchlaufen laut Growney einen strengen Prozess mit vier entscheidenden Kriterien: Breite Diversifizierung, möglichst liquide Wertanlage, geringe Kosten und hohe Rendite.

Die Auswahlkriterien sind absoluter Standard – Growney ist jedoch auch an dieser Stelle sehr transparent und listet auf der Homepage alle ETFs auf, über die in Aktien und Anleihen investiert wird. Dabei unterscheidet der digitale Vermögensverwalter stets zwischen „klassisch“ und „nachhaltig“. Andere Anlageklassen wie Immobilien oder Rohstoffe werden nicht berücksichtigt.

Dabei wird in der klassischen Strategie über die ausgewählten ETFs in über 5.000 Aktien aus 45 Ländern investiert, bei der nachhaltigen Strategie fließen die Kundengelder in rund 550 Aktien aus 42 Staaten.

Alle eingesetzten ETFs sind hier einsehbar, die folgende Grafik zeigt beispielhaft eine Auswahl an nachhaltigen Aktien-ETFs. Growney nutzt Produkte von BlackRock (iShares), UBS, Société Générale (Lyxor) oder der DWS Group (Xtrackers) – setzt also auf bekannte Anbieter.

growney Test - Auszug Anlageuniversum
Grafik: Darstellung (Auszug) der zur Umsetzung der Anlagestrategien verwendeten ETFs beim Roboadvisor growney – Quelle: growney
2.2.2 Welche Anlagestrategien gibt es?

Es gibt insgesamt je fünf artverwandte Anlagestrategien für klassisches und nachhaltiges Investieren. Growney selbst spricht daher von insgesamt zehn verschiedenen Strategien, die wie folgt getauft wurden:

  • grow20 / growgreen20: 20% Aktien und 80% Anleihen – erwartete Rendite pro Jahr nach Kosten: 1,87%
  • grow30 / growgreen30: 30% Aktien und 70% Anleihen – erwartete Rendite pro Jahr nach Kosten: 2,43%
  • grow50 / growgreen50: 50% Aktien und 50% Anleihen – erwartete Rendite pro Jahr nach Kosten: 3,76%
  • grow70 / growgreen70: 70% Aktien und 30% Anleihen – erwartete Rendite pro Jahr nach Kosten: 5,03%
  • grow100 / growgreen100 100% Aktien und 0% Anleihen – erwartete Rendite pro Jahr nach Kosten: 6,84%

Je größer der Aktienanteil innerhalb der Strategie, desto riskanter die Geldanlage. Growney setzt dabei bei jeder Strategie auf Passivität, die durch den vollen Fokus auf ETFs gewahrt wird.

Gründer Gerald Klein wird an prominenter Stelle mit

„Wer den Markt schlagen will, benötigt Glück. Wer ihn dauerhaft schlagen will, benötigt unverschämtes Glück.“

zitiert, was die rendite- und risikooptimierte, passive Strategie spielerisch begründen soll.

2.2.3 Wie hoch ist die Mindestanlage?

Growney bietet seinen Kunden bereits ab 500 Euro Einmal-Investition die Möglichkeit, den Service des Roboadvisors in Anspruch zu nehmen.  Damit zählt Growney zu den flexibleren Anbietern am Markt, was das Angebot auch für jene Anleger interessant macht, die entweder einen geringen Kapitalstock vorweisen oder aber das Geldanlage-Angebot an sich mit einem geringen Kapitaleinsatz erst einmal ausprobieren möchten. Klarer Pluspunkt in unserem Growney Test.

2.2.4 Sind Sparpläne möglich?

Sparpläne sind ab 25 Euro pro Monat ohne vorherige Mindesteinlage möglich. Die Sparrate kann flexibel von Monat zu Monat angepasst werden. Auch ein Entnahmeplan kann eingerichtet werden – ein Pluspunkt gegenüber einigen Mitbewerbern.

Zwischenfazit im Growney Test: GeringeMindestanlage-Summe, Möglichkeit ein Sparplan einziurichten ebenso wie die Option bei Bedarf einen Entnahmepolan nutzen zu können. Das Ganze verbunden mit 5 Anlagestrategien, die es zudem auch in eine nachhaltigen "Version" gibt. Im Grunde also ein Kapitalanlage-Angbeot, das zweifelsohne seine Attraktivität besitzt. Anlass zur Kritik in unserem Growney Test? Nein.

3. Die Investmentphilosophie von Growney

Die Philosophie von Growney ist eine verhältnismäßig einfache: Basierend auf der Annahme, dass kein aktiver Investor den Markt dauerhaft schlägt, investiert der Robo-Advisor ausschließlich in passive Produkte – genauer gesagt in ETFs.

Bei der Auswahl dieser und deren Ländergewichtung orientiert sich Growney für das globale Portfolio primär am BIP (Bruttoinlandsprodukt) und in geringerem Maß an der Marktkapitalisierung der eingesetzten Länder.

Ausführliche Informationen und Details zum Auswahlverfahren und auch der Frage, warum beispielsweise Immobilien und Rohstoffe nicht eingesetzt werden, findet sich hier.

Zwischenfazit im Growney Test:Zur Investmentphilosophie von growney kann im Grunde nur Folgendes gesagt werden: Man hält sich an die Position des Gründers, dass man den Markt auf Dauer nicht schlagen kann. Also ist die Philosophie einfach gehalten: Passiv und kostengünstig bei möglichst breiter Risikostreuung. Zu einfach? Nein - solange hiermit für den Anleger auf lange Sicht hin eine positive Rendite erzielt werden kann.

4. Das RoboAdvisor-Angebot von Growney

Wie schneidet Growney gegenüber der Konkurrenz bei den Kosten, dem Service, der Sicherheit und der Performance ab? Auf diese im Robo-Advisor-Markt relevanten Kennzahlen und Leistungen blicken die folgenden Kapitel.

4.1 Bewertung der Kosten

Die Kostenstruktur bei Growney ist einfach zu verstehen. Die Gebühren sind transparent aufgeschlüsselt und teilen sich wie bei anderen auf ETFs setzenden Robo-Advisors auf Service- und externe Fondsgebühren auf.

Die Servicegebühr bei Growney hängt vom eingesetzten Kapital ab. Bis 50.000 Euro beträgt sie 0,68% pro Jahr, bei höherem Geldeinsatz nimmt sie entsprechend ab:

Growney Kostenmodel _ Juni_2021
Grafik: Darstellung des Kosten- und Gebührenmodells beim Roboadvisor – gestaffelt nach Anlagesumme beziehungsweise Depotwert – Quelle: growney

 

Rechnet man die Fondskosten (zwischen 0,16% und 0,23% pro Jahr, vor allem teurer bei den nachhaltigen Strategien) dazu, ergeben sich für Kleinanleger bis 50.000 Euro Kosten von 0,84% bis 0,91%.

Eine dauerhafte Aktion von Growney bringt dem digitalen Vermögensverwalter einen Pluspunkt gegenüber seiner Konkurrenz ein: Die ersten drei Monate entfällt die Servicegebühr – losgelöst vom eingesetzten Kapital.

Growney rangiert mit seinem Angebot im Wettbewerbsvergleich auf einem der vorderen Plätze. Vor allem wer mehr Kapital mitbringt, wird mit günstigen Konditionen belohnt. Ein weiterer Pluspunkt: Ab 250.000 Euro Anlagevermögen fällt man in die Kategorie „Private Banking“ und erhält zusätzliche Serviceleistungen wie einen persönlichen Ansprechpartner. Mehr dazu im nächsten Punkt unseres growney Tests.

4.2 Bewertung des Service

Growney ist klassisch über Telefon und per E-Mail sowie über die sozialen Kanäle (Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter, Instagram) erreichbar. Der Kundenservice ist vor allem auf Social Media sehr aktiv – zudem gibt es die Möglichkeiten, über die Homepage kostenlose, 45-minütige Beratungstermine zu vereinbaren. Ein klarer Pluspunkt.

Auf der Homepage gelangt man über einen separaten Menüpunkt gelangt man in die Bereiche Blog, Ratgeber und Finanzwissen. In jedem der drei Bereiche finden sich nützliche und aktuelle Informationen rund um die Finanzmärkte. Wer sich also informieren will, kann das bei Growney ausreichend tun.

Informationen zur privaten Altersvorsorge, der Rentenlücke und das Angebot eines Rentenrechenrs runden den positiven Eindruck ab.

Eine Besonderheit bietet der Robo-Advisor, die viele andere seiner Konkurrenten nicht aufweisen: Ab einer Investitionssumme von 250.000 Euro und höher bietet Growney spezielle Serviceleistungen. Die nachfolgende Übersicht schlüsselt diese auf:

growney Test - Leistungsmerkmale Private Banking
Grafik: Darstellung aller Leistungsmerkmale des neunen Angebotes “Private Banking” beim Roboadvisor growney – Quelle: growney

 

Wenig verwunderlich erhält man bei siebenstelligen Investitionssummen schmackhafte Extras von growney, die bei solch stattlichen Summen aber auch erwartbar sind.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Service bei Growney keine Wünsche offenlässt.

4.3 Bewertung der Sicherheit

Wie viele andere Anbieter widmet auch Growney dem Thema Sicherheit einen eigenen Bereich auf der Homepage. Auch wenn dieser nicht so üppig wie bei manch anderem Konkurrent ausfällt, gibt es keinen Grund zur Besorgnis.

Die depotführende Bank ist die Sutor Bank, ein seit 1921 unabhängiges, privates Finanzinstitut, das Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken ist.

Growney selbst wird von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) kontrolliert und ist zudem vom TÜV Saarland hinsichtlich Datensicherheit zertifiziert.

4.4 Bewertung der Performance

Bemerkenswert offen geht der digitale Vermögensverwalter mit seiner historischen Performance um. In der nachfolgenden Grafik schlüsselt er die Renditen aller fünf klassischen Strategien seit Mai 2016 nach Kosten auf:

growney Test - Wertentwicklung der Anlagestrategien
Grafik:_ Darstellung der Performance der 5, seitens des Roboadvisors growney angebotenen Anlagestrategien seit deren Auflage – Quelle: growney

 

In Zahlen übersetzt sind die „All-Time-Performances“ (ca. fünf Jahre) also wie folgt:

  • grow20: +10,58%
  • grow30: +16,61%
  • grow30: +29,36%
  • grow30: +43,05%
  • grow30: +65,42%

Setzt man die erreichten Renditen in den Vergleich mit anderen Robo-Advisors, wie es beispielsweise das Portal brokervergleich.de in seinem Echtgeld-Test tut, liegt Growney im Betrachtungszeitraum (01.05.2020 bis 31.04.2021) auf einem mittelmäßigen 13. Rang von insgesamt 25 digitalen Vermögensverwaltern. Blickt man auf das laufende Jahr (Stand: Juli 2021), schneidet Growney beim Test von extraETF bei allen drei zur Wahl stehenden Vergleichen (konservativ, moderat, risikoreich) sehr gut auf den vorderen Plätzen ab.

Betrachtet man aber einen längeres Anlagezeitraum – Growney ist mit mehr als fünf Jahren Markterfahrung ein „alter“ Robo-Advisor – kann sich die Performance durchaus sehen lassen. Viele Wettbewerber sind eine dauerhaft positive Rendite über einen solch langen Zeitraume noch schuldig.

Zwischenfazit im Growney Test - Performance der Strategien: Klare Feststellung: Growney ist kein Top-Performer, was das Thema Rendite angeht. Das belegen zum Einen der Echtgeld-Test als auch ein individueller Vergleich mit anderen Anbietern. Und dennoch kann die Performance an sich nicht kritisiert werden, denn growney liefert eine konstant durchschnittliche Performance ab. Was auf lange Sicht hin positiv bewertet werden muss.

5. Fazit: Bewusst investieren mit guter Performance

Growney ist ein seit mehr als fünf Jahren Markt bestehender, etablierter Robo-Advisor mit einem guten Preis-Rendite-Verhältnis.

Der sehr gute Service und die übersichtliche Angebotsdarstellung bringen Pluspunkte auf die Habenseite des digitalen Vermögensverwalters, der zudem mit weiteren Services bei höherem Kapitaleinsatz punktet.

Wer sein Geld – es sind bereits Sparpläne ab 25 Euro monatlich oder Einmalanlagen ab 500 Euro möglich – passiv und wenig risikoreich in ETFs anlegen lassen möchte, ist bei Growney richtig.

Die weit überdurchschnittlichen Performances, die Konkurrenten mit aktiv gemanagten Portfolios erreichen, kann Growney nicht bieten – das ist aber auch gar nicht der Anspruch, wenn man sich die grundsätzliche Einstellung zum Thema “Outperformance” von Gründer Gerald Klein vor Augen führt.

Testergebnis der Redaktion

5/5 Punkte

5/5
Growney Test » RoboAdvisor-Portal.com - das Infoportal

Johannes S.

Johannes ist klassischer Quereinsteiger im Bereich der Vermögensverwaltung. ETFs, Aktien, Börse, Robo-Advisors – gepackt von den Möglichkeiten und der Faszination der Finanzwelt hat er Bücher verschlungen, Erfahrungen gesammelt und beschäftigt sich tagtäglich mit dem Kapitalmarkt. Mindestens genauso leidenschaftlich schreibt er im Rahmen seiner Selbstständigkeit als freier Autor. Zwei Leidenschaften, die sich ideal vereinen lassen und ihn zu unserem Portal geführt haben

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