growLife: ETF-Rentenversicherung als steueroptimierte Alternative zur gefährdeten gesetzlichen Rente

Das deutsche Rentensystem steht vor fundamentalen Herausforderungen. Der demografische Wandel führt dazu, dass immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen müssen. Lag das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentenbeziehern 1990 noch bei 2,8 zu 1, wird es bis 2040 auf 1,5 zu 1 sinken. Die Konsequenz: Das Rentenniveau – also das Verhältnis der Durchschnittsrente zum Durchschnittseinkommen – sinkt kontinuierlich. Betrug es im Jahr 2000 noch 52,9%, liegt es heute bei etwa 48% und wird voraussichtlich auf unter 45% fallen. Was vor allem eins deutlich macht: Die staatlich garantierte Rente reicht als Altersvorsorge nicht mehr aus. Es wird Zeit sich Gedanken über die privaten Altersvorsorge zu machen!

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Markus G

Zuletzt aktualisiert am: 24. November 2025

6. November 2025

Mann plant Altersvorsorge mit ETF-Rentenversicherung growLife am Laptop

Für heutige Arbeitnehmer bedeutet dies eine wachsende Rentenlücke zwischen letztem Nettoeinkommen und gesetzlicher Rente. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten möchte, kommt um private Vorsorge nicht herum. Doch welche Lösung ist die richtige? Klassische Rentenversicherungen sind oft teuer und intransparent, reine ETF-Sparpläne bieten zwar niedrige Kosten, aber keine steuerlichen Sondervorteile und keine Absicherung gegen das Risiko, das eigene Vermögen zu überleben.

Hier setzt growLife an – eine ETF-Rentenversicherung des Robo Advisors growney in Kooperation mit Standard Life International. Das Produkt verbindet die Renditechancen globaler ETF-Investments mit den steuerlichen Vorteilen einer Rentenversicherung und der Option auf lebenslange Rentenzahlungen. Dieser Artikel analysiert objektiv, für wen sich dieses Produkt eignet, welche Kosten anfallen und wie es sich im Vergleich zu klassischen ETF-Sparplänen schlägt.

Definition und Produktstruktur

growLife ist eine fondsgebundene Rentenversicherung des Robo Advisors growney in Kooperation mit Standard Life International dac. Das Produkt kombiniert eine ETF-basierte Vermögensverwaltung mit dem steuerlichen Rahmen einer Rentenversicherung nach § 10 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe b Doppelbuchstabe dd EStG.

Anders als bei klassischen Rentenversicherungen erfolgt die Kapitalanlage nicht über aktiv gemanagte Fonds oder Garantieprodukte, sondern über passiv verwaltete Exchange Traded Funds (ETFs). Die Portfolioverwaltung übernimmt growney als digitaler Vermögensverwalter mit BaFin-Lizenz gemäß § 32 KWG.

Versicherungstechnische Grundlagen

Der Versicherungsvertrag wird mit Standard Life International dac abgeschlossen, einem in Irland domizilierten Lebensversicherer unter Aufsicht der Central Bank of Ireland. Standard Life gehört zur Phoenix Group, einem der größten Lebensversicherungskonzerne in Europa mit verwalteten Vermögen von über 300 Milliarden Euro (Stand 2024).

Das Kapital der Versicherten wird in einem gesonderten Sicherungsvermögen gehalten, das im Insolvenzfall des Versicherers geschützt ist. Anders als Wertpapierdepots, die als Sondervermögen gemäß § 92 KAGB vollständig geschützt sind, unterliegt das Vermögen bei Rentenversicherungen dem Versicherungsaufsichtsrecht. Der Schutzumfang entspricht den Regelungen der EU-Richtlinie 2009/138/EG (Solvency II).

Anlagekonzept und Portfolio-Konstruktion

ETF-Auswahl und Diversifikation

Die Vermögensanlage erfolgt über global diversifizierte ETF-Portfolios. Anleger können zwischen verschiedenen Risikoklassen wählen, bezeichnet als grow0 bis grow10. Die Nummerierung gibt den ungefähren Aktienanteil in Zehnerschritten an (grow5 = circa 50% Aktien, 50% Anleihen).

Für das Portfolio grow0 (ISIN: XF00000G0001) liegt beispielsweise ein konservativer Anleihen-Schwerpunkt vor. Die genaue ETF-Zusammensetzung variiert je nach Risikoklasse und umfasst typischerweise 6 bis 8 verschiedene ETFs mit Abdeckung von 45 Ländern.

Die Portfolios basieren auf den Prinzipien der modernen Portfoliotheorie nach Markowitz. Anders als klassische 60/40-Portfolios (60% Aktien, 40% Anleihen) erfolgt keine reine Marktkapitalisierung. Stattdessen werden Faktoren wie Momentum, Value und Size berücksichtigt, die in der akademischen Forschung als Renditetreiber identifiziert wurden.

Rebalancing und Portfolioanpassung

Ein systematisches Rebalancing erfolgt automatisch, wenn Abweichungen von der Zielallokation einen definierten Schwellenwert überschreiten. Anleger können monatlich zwischen den Risikoklassen wechseln. Diese Umschichtungen sind während der Ansparphase steuerfrei – ein wesentlicher Unterschied zu normalen Wertpapierdepots, bei denen jeder Verkauf eine Besteuerung der realisierten Gewinne nach sich zieht.

Kostenstruktur und Gebührenanalyse

Abschluss- und Verwaltungskosten

Die Kostenstruktur unterscheidet sich grundlegend zwischen Sparplan- und Einmalanlage-Variante:

 

Sparplan-Variante:

  • Abschlusskosten: 1,5% der monatlichen Beiträge
  • Laufende Verwaltungsgebühr: 0,57% p.a. des Fondsvermögens
  • ETF-Kosten (TER): 0,06% bis 0,22% p.a. je nach Strategie
  • Portfolio-Management: 0,03% p.a.
  • Gesamtkosten: circa 0,8% bis 0,9% p.a. des verwalteten Vermögens


Einmalanlage-Variante:

  • Abschlusskosten: 0,5% des Einmalbetrags (maximal 500 Euro)
  • Laufende Verwaltungsgebühr: 0,57% p.a.
  • ETF-Kosten: 0,06% bis 0,22% p.a.
  • Portfolio-Management: 0,03% p.a.
  • Gesamtkosten: circa 0,66% bis 0,82% p.a.

 

Zuzahlungen und Teilauszahlungen während der Vertragslaufzeit sind gebührenfrei.

Kostenvergleich zu Alternativprodukten

Im Vergleich zu klassischen Rentenversicherungen fallen die Kosten deutlich niedriger aus. Traditionelle fondsgebundene Rentenversicherungen weisen häufig Abschlusskosten von 3% bis 5% der Beitragssumme sowie laufende Kosten von 1,5% bis 2,5% p.a. auf.

Verglichen mit reinen ETF-Sparplänen bei Direktbanken entstehen jedoch Mehrkosten von etwa 0,5 bis 0,7 Prozentpunkten jährlich. Ein MSCI World ETF hat typischerweise eine TER von 0,15% bis 0,2%, bei Onlinebrokern ohne Ordergebühren für Sparpläne. Die Differenz entspricht dem Preis für die Versicherungshülle und die damit verbundenen Steuervorteile.

Steuerliche Behandlung und Berechnung

Besteuerung während der Ansparphase

In der Ansparphase unterliegen Wertsteigerungen, Dividenden und Zinsen nicht der Kapitalertragsteuer. Dies stellt einen wesentlichen Unterschied zu normalen Wertpapierdepots dar, bei denen jährlich auf Ausschüttungen und bei Verkäufen auf realisierte Kursgewinne Abgeltungsteuer in Höhe von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag (insgesamt 26,375%) anfällt.

Der Steuerstundungseffekt führt zu einem höheren Vermögenszuwachs durch den Zinseszinseffekt. Bei einer angenommenen Rendite von 6% p.a. vor Steuern über 30 Jahre ergibt sich bei vollständiger Steuerstundung ein Mehrwert gegenüber jährlicher Besteuerung von circa 15% bis 20%, abhängig von der Ausschüttungsquote der ETFs.

Besteuerung bei Rentenbeginn

Voraussetzung für die steuerliche Privilegierung ist die Erfüllung der sogenannten 12/62-Regel:

 

  1. Vertragslaufzeit mindestens 12 Jahre
  2. Auszahlung nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres

 

Bei Erfüllung dieser Bedingungen gilt das Halbeinkünfteverfahren gemäß § 20 Absatz 1 Nummer 6 EStG: Nur 50% der Differenz zwischen Auszahlungsbetrag und eingezahlten Beiträgen unterliegen der Besteuerung mit dem persönlichen Einkommensteuersatz.

 

Rechenbeispiel:

  • Eingezahlte Beiträge: 90.000 Euro
  • Vertragsablaufwert: 150.000 Euro
  • Gewinn: 60.000 Euro
  • Steuerpflichtiger Betrag: 30.000 Euro (50% von 60.000 Euro)
  • Einkommensteuersatz: 30% (angenommen)
  • Steuerlast: 9.000 Euro
  • Effektive Steuerbelastung auf Gewinn: 15%

 

Im Vergleich dazu würde bei einem normalen Depot auf die 60.000 Euro Gewinn die Abgeltungsteuer von 26,375% fällig, also 15.825 Euro. Die Steuerersparnis beträgt in diesem Beispiel 6.825 Euro.

Bei vorzeitiger Kündigung vor Ablauf der 12-Jahres-Frist oder vor dem 62. Lebensjahr entfällt die Steuerbegünstigung. In diesem Fall werden die Erträge mit dem vollen Abgeltungssteuersatz von 25% besteuert.

Auswirkung auf Freistellungsauftrag

Ein wichtiger Aspekt: Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (ab 2025: 1.000 Euro) bleibt bei Rentenversicherungen während der Ansparphase unberührt. Anders als bei normalen Depots, wo Dividenden und Zinsen den Freibetrag aufbrauchen, kann dieser parallel für andere Kapitalanlagen genutzt werden.

Flexibilitätsoptionen und Vertragsbedingungen

Beitragsanpassungen

Monatliche Sparraten können zwischen 100 Euro und 25.000 Euro flexibel gewählt werden. Anpassungen sind jederzeit ohne Gebühren möglich. Beitragspausen sind ebenfalls zulässig, der Vertrag läuft dann beitragsfrei weiter.

Außerordentliche Zuzahlungen sind ab 500 Euro bis zu 5 Millionen Euro pro Transaktion möglich, maximal einmal monatlich. Bei Vertragsabschluss mit Sparplan gilt eine erste Einmalzahlung als kostenfreie Zuzahlung.

Entnahmeoptionen während der Ansparphase

Anders als bei klassischen Rentenversicherungen sind Teilauszahlungen bereits während der Ansparphase möglich. Mindestbetrag pro Entnahme: 100 Euro, maximal eine Entnahme pro Monat. Im Vertrag müssen mindestens 400 Euro verbleiben.

Steuerlich gelten diese Entnahmen als teilweiser Rückkauf. Die Besteuerung erfolgt anteilig: Nur der auf die Entnahme entfallende Gewinnanteil wird besteuert. Bei Entnahmen vor Erfüllung der 12/62-Regel gilt jedoch keine Steuerbegünstigung.

Auszahlungsoptionen bei Rentenbeginn

Bei Erreichen des Rentenalters stehen drei Optionen zur Verfügung:

 

  1. Einmalauszahlung: Vollständige Kapitalentnahme mit Besteuerung nach dem Halbeinkünfteverfahren (50% steuerfrei)
  2. Lebenslange Leibrente: Monatliche Rentenzahlung bis zum Lebensende. Die Höhe richtet sich nach dem Vertragskapital und den versicherungsmathematischen Sterbetafeln. Steuerlich gilt der Ertragsanteil nach § 22 EStG (bei Rentenbeginn mit 67 Jahren: 17% des Rentenbeitrags steuerpflichtig)
  3. Kombinationsmodell: Teilweise Einmalauszahlung kombiniert mit einer niedrigeren lebenslangen Rente

 

Die Entscheidung kann flexibel bei Rentenbeginn getroffen werden und ist nicht bereits bei Vertragsabschluss festzulegen.

Anlegervoraussetzungen und Mindestbeträge

Sparplan:

 

  • Mindestsparrate: 100 Euro monatlich
  • Maximalsparrate: 25.000 Euro monatlich

 

Einmalanlage:

 

  • Mindestbetrag: 40.000 Euro
  • Maximalbetrag: 5.000.000 Euro

 

Die hohe Einstiegshürde bei Einmalanlagen von 40.000 Euro schließt viele Anleger aus, die mit kleineren Beträgen beginnen möchten. Die Konstruktion richtet sich primär an Anleger, die größere Beträge langfristig anlegen können.

Vergleichsanalyse: ETF-Rentenversicherung vs. ETF-Sparplan

Quantitative Gegenüberstellung

Für einen aussagekräftigen Vergleich wurden folgende Annahmen getroffen:

 

  • Monatliche Sparrate: 500 Euro
  • Anlagedauer: 30 Jahre
  • Angenommene Rendite vor Kosten: 6% p.a.
  • Einkommensteuersatz bei Auszahlung: 30%

 

growLife (ETF-Rentenversicherung):

 

  • Rendite nach Kosten: circa 5,2% p.a.
  • Endvermögen vor Steuern: circa 416.000 Euro
  • Steuer bei Auszahlung (Halbeinkünfteverfahren): circa 21.000 Euro
  • Endvermögen nach Steuern: circa 395.000 Euro

 

Klassischer ETF-Sparplan:

 

  • Rendite nach Kosten: circa 5,8% p.a.
  • Endvermögen: circa 443.000 Euro (bereits nach Abgeltungsteuer auf Ausschüttungen)
  • Zusätzliche Steuer bei Verkauf: circa 25.000 Euro
  • Endvermögen nach allen Steuern: circa 418.000 Euro

 

Bei diesem Beispiel liegt der ETF-Sparplan circa 23.000 Euro höher. Die niedrigeren Kosten des Sparplans kompensieren die Steuervorteile der Versicherung.

Jedoch: Die Rechnung ändert sich bei höheren Sparraten oder wenn der Anleger plant, das Kapital schrittweise zu entnehmen statt auf einmal zu verkaufen. Zudem bietet die Rentenversicherung die Option der lebenslangen Rentenzahlung, die das Langlebigkeitsrisiko absichert.

Qualitative Unterschiede

Vorteile ETF-Rentenversicherung:

 

  • Steuerfreie Umschichtungen zwischen Strategien
  • Option auf lebenslange Rentenzahlung
  • Ertragsanteilsbesteuerung bei Leibrente oft günstiger
  • Sparerpauschbetrag bleibt für andere Anlagen verfügbar
  • Kein jährlicher Aufwand für Steuererklärung während Ansparphase

 

Vorteile ETF-Sparplan:

 

  • Niedrigere Gesamtkosten
  • Vollständige Flexibilität ohne 12/62-Regel
  • Depot als Sondervermögen geschützt (höhere Sicherheit als Versicherungsvermögen)
  • Größere ETF-Auswahl möglich
  • Keine Bindung an Versicherungsgesellschaft

 

Risikobewertung und Sicherheitsaspekte

Versicherungsrisiko

Das angelegte Kapital ist kein Sondervermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs. Bei Insolvenz des Versicherers greift zwar das Sicherungsvermögen nach Versicherungsaufsichtsrecht, jedoch nicht in vollem Umfang wie bei Wertpapierdepots.

Standard Life International unterliegt der irischen Versicherungsaufsicht und den Solvency-II-Vorschriften der EU. Die Solvenz-Quote lag zuletzt bei über 200%, was auf eine solide Kapitalausstattung hindeutet. Dennoch besteht ein Kontrahenten-Risiko, das bei normalen ETF-Depots nicht existiert.

Marktrisiko

Die ETF-Portfolios unterliegen den normalen Kapitalmarktrisiken. Bei der Strategie grow10 (100% Aktien) sind zwischenzeitliche Wertschwankungen von 30% bis 50% in Krisenphasen möglich, wie die historische Volatilität zeigt.

Anders als bei klassischen Rentenversicherungen gibt es keine Garantien auf die eingezahlten Beiträge. Der Wert kann unter die Summe der Einzahlungen fallen.

Langlebigkeitsrisiko

Die Option der lebenslangen Leibrente eliminiert das Risiko, das eigene Vermögen zu überleben. Die Rentenberechnung basiert auf anerkannten Sterbetafeln. Bei überdurchschnittlicher Lebenserwartung profitiert der Versicherte von Rentenzahlungen, die das ursprüngliche Kapital übersteigen.

Zielgruppenanalyse

Geeignet für:

  1. Gutverdienende Angestellte mit hohem Grenzsteuersatz (ab 30%), die langfristig (20+ Jahre) ansparen können und Wert auf Steueroptimierung legen
  2. Selbstständige und Freiberufler ohne ausreichende Alterssicherung, die eine strukturierte Vorsorgelösung mit Rentenbezugsoption suchen
  3. Anleger ab Mitte 40, die bis zum 62. Lebensjahr noch mindestens 12 Jahre Ansparzeit haben und steuerfreie Portfolioumschichtungen für die Lebenszyklusstrategie nutzen möchten
  4. Vermögende Anleger mit bereits ausgeschöpftem Sparerpauschbetrag, die weitere steueroptimierte Anlageoptionen suchen

Weniger geeignet für:

  1. Junge Anleger unter 30 Jahren mit noch unsicherer Lebensplanung, denen maximale Flexibilität wichtiger ist als Steuerstundung
  2. Anleger mit kürzerem Anlagehorizont (unter 12 Jahre) oder Zugriffsbedarf vor dem 62. Lebensjahr
  3. Sicherheitsorientierte Sparer, die Garantien auf das eingezahlte Kapital erwarten
  4. Anleger mit geringem Grenzsteuersatz (unter 25%), bei denen die Steuerersparnis die Mehrkosten nicht kompensiert
  5. Personen, die Wert auf maximale Sicherheit legen (Sondervermögen-Status), da Versicherungsvermögen geringeren Insolvenzschutz bietet

 

Alternativen und Kombinationsstrategien

Für viele Anleger bietet sich eine Kombination aus verschiedenen Vorsorgebausteinen an:

 

Drei-Säulen-Ansatz:

 

  • 40% in growLife oder ähnliche ETF-Rentenversicherung (Steueroptimierung, Langlebigkeitsschutz)
  • 40% in ETF-Sparplan bei Direktbank (Flexibilität, niedrige Kosten, Liquiditätsreserve)
  • 20% in Tagesgeld/Festgeld (kurzfristige Verfügbarkeit)

 

Diese Aufteilung kombiniert die steuerlichen Vorteile der Versicherung mit der Flexibilität eines normalen Depots und schafft gleichzeitig eine Liquiditätsreserve für unerwartete Ausgaben.

Fazit und Einordnung

growLife stellt eine Weiterentwicklung im Bereich fondsgebundener Rentenversicherungen dar, indem es die Kosteneffizienz passiver ETF-Investments mit steuerlichen Vorteilen verbindet. Die Kostenstruktur liegt deutlich unter klassischen Versicherungsprodukten, aber über reinen ETF-Sparplänen.

Die steuerliche Begünstigung durch das Halbeinkünfteverfahren kann die Mehrkosten kompensieren oder überkompensieren – abhängig von Anlagedauer, Sparrate und persönlichem Steuersatz. Die Möglichkeit steuerfreier Portfolioumschichtungen bietet einen zusätzlichen Vorteil gegenüber normalen Depots, insbesondere für Anleger, die eine dynamische Asset Allocation über den Lebenszyklus anstreben.

Kritisch zu betrachten sind die Kapitalbindung durch die 12/62-Regel sowie das Fehlen des Sondervermögen-Status. Die Eignung hängt stark von der individuellen Situation ab: Für Anleger mit langem Anlagehorizont, hohem Grenzsteuersatz und Bedarf an strukturierter Altersvorsorge kann das Produkt sinnvoll sein. Junge Anleger mit flexiblem Liquiditätsbedarf fahren mit klassischen ETF-Sparplänen meist besser.

Eine fundierte Entscheidung erfordert eine individuelle Kalkulation unter Berücksichtigung der persönlichen Einkommenssituation, des Anlagehorizonts und der Risikobereitschaft. Die pauschale Aussage “ETF-Rentenversicherung ist besser/schlechter als ETF-Sparplan” lässt sich nicht treffen – es kommt auf den Einzelfall an.

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Markus G

Markus ist der “Kopf” des Teams. Ideengeber, Vermarkter, Redakteur und irgendwie an allem auf diesem Portal beteiligt. Ohne ihn würde es dieses Portal so nicht geben. Eine Idee – entstanden aus dem persönlichen Interesse an FinTech und nun langjähriger Erfahrungen in der Finanz-Szene. Zudem ist Markus Kolumnist auf zahlreichen Online-Plattformen – im englischsprachigen Raum unter anderem aufTalkmarkets, aber auch auf im deutschsprachigen Raum u. a. auf Focus.de
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