growLife: ETF-Rentenversicherung als steueroptimierte Alternative zur gesetzlichen Rente

Das gesetzliche Rentenniveau sinkt – auf unter 45 Prozent bis 2040, wenn sich an den demografischen Rahmenbedingungen nichts ändert. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten möchte, kommt um private Vorsorge nicht herum. Die Frage ist nur: welche? Klassische Rentenversicherungen sind teuer und intransparent. Reine ETF-Sparpläne sind günstig, aber bieten keine Steuervorteile und keine Absicherung gegen das Risiko, das eigene Vermögen zu überleben.

growLife – die ETF-Rentenversicherung des Robo Advisors growney in Kooperation mit Standard Life International – versucht, beide Welten zu verbinden. Dieser Artikel zeigt objektiv, für wen das funktioniert, was es kostet und wann ein klassischer ETF-Sparplan die bessere Wahl bleibt.

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Markus G

Zuletzt aktualisiert am: 25. Februar 2026

6. November 2025

Mann plant Altersvorsorge mit ETF-Rentenversicherung growLife am Laptop

growLife ETF-Rentenversicherung: Das Wichtigste auf einen Blick

growLife ist eine fondsgebundene Rentenversicherung, die ETF-Investments mit den Steuervorteilen einer Rentenversicherung kombiniert. Anbieter ist growney in Kooperation mit Standard Life International dac. Die Gesamtkosten liegen bei 0,66 bis 0,90 Prozent p.a. – günstiger als klassische Versicherungen, aber teurer als reine ETF-Sparpläne. Steuerlich profitieren Anleger nach der 12/62-Regel vom Halbeinkünfteverfahren: Nur 50 Prozent der Gewinne werden besteuert. Das Produkt eignet sich vor allem für gutverdienende Anleger mit hohem Grenzsteuersatz und einem Anlagehorizont von mindestens 12 Jahren. Für jüngere Anleger mit Liquiditätsbedarf bleibt der klassische ETF-Sparplan meist die überlegene Wahl.

Bevor die Kosten und Steuervorteile im Detail analysiert werden, lohnt ein Blick auf das Produkt selbst – was steckt technisch und versicherungsrechtlich dahinter?

Was ist growLife? Definition und Produktstruktur

growLife ist eine fondsgebundene Rentenversicherung nach § 10 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe b EStG. Anders als klassische Rentenversicherungen investiert das Produkt nicht in aktiv gemanagte Fonds oder Garantieprodukte, sondern in passiv verwaltete Exchange Traded Funds (ETFs). Die Portfolioverwaltung übernimmt growney als digitaler Vermögensverwalter mit BaFin-Lizenz gemäß § 32 KWG.

Der Versicherungsvertrag selbst wird mit Standard Life International dac abgeschlossen – einem in Irland domizilierten Lebensversicherer unter Aufsicht der Central Bank of Ireland. Standard Life gehört zur Phoenix Group, einem der größten Lebensversicherungskonzerne in Europa mit verwalteten Vermögen von über 300 Milliarden Euro (Stand 2024). Das Kapital der Versicherten wird in einem gesonderten Sicherungsvermögen gehalten, das im Insolvenzfall des Versicherers greift – allerdings nicht im gleichen Umfang wie ein Wertpapierdepot als Sondervermögen gemäß § 92 KAGB.

Die Frage, in welche ETFs das Kapital konkret fließt und wie das Portfolio aufgebaut ist, ist für viele Anleger entscheidend – denn hier liegt ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Versicherungsprodukten.

Wie funktioniert das Anlagekonzept von growLife?

Die Vermögensanlage bei growLife erfolgt über global diversifizierte ETF-Portfolios in zehn Risikoklassen – bezeichnet als grow0 bis grow10. Die Zahl gibt den ungefähren Aktienanteil in Zehnerschritten an: grow5 entspricht etwa 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen, grow10 entspricht 100 Prozent Aktien. Jedes Portfolio umfasst typischerweise 6 bis 8 ETFs mit Abdeckung von 45 Ländern.

Die Portfolios basieren auf der modernen Portfoliotheorie nach Markowitz. Im Unterschied zu klassischen 60/40-Portfolios berücksichtigt growney zusätzlich Faktoren wie Momentum, Value und Size – allesamt in der akademischen Forschung als Renditetreiber identifiziert.

Ein wichtiges Feature: Rebalancing und Strategiewechsel sind steuerfrei. Anleger können monatlich zwischen den Risikoklassen wechseln, ohne dass dabei Kapitalertragsteuer auf realisierte Gewinne fällig wird. Bei einem normalen Wertpapierdepot würde jeder Verkauf eine sofortige Besteuerung auslösen – ein struktureller Steuervorteil der Versicherungshülle.

Ob sich dieser Steuervorteil gegenüber den Mehrkosten des Produkts tatsächlich rechnet, hängt stark von der Kostenstruktur ab. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Zahlen.

Kostenstruktur von growLife: Sparplan und Einmalanlage im Vergleich

Übersicht der Gesamtkosten für die Sparplan- und Einmalanlage-Variante von growLife im Vergleich zu klassischen Rentenversicherungen und ETF-Sparplänen.

KostenartgrowLife SparplangrowLife EinmalanlageKlassische RVETF-Sparplan
Abschlusskosten1,50 % der Beiträge0,50 % (max. 500 €)3,00 %–5,00 %Keine
Verwaltungsgebühr p.a.0,57 %0,57 %1,50 %–2,50 %Keine
ETF-Kosten (TER) p.a.0,06 %–0,22 %0,06 %–0,22 %0,50 %–1,50 %0,10 %–0,20 %
Portfolio-Management p.a.0,03 %0,03 %
Gesamtkosten p.a.ca. 0,80 %–0,90 %ca. 0,66 %–0,82 %ca. 2,00 %–4,00 %ca. 0,10 %–0,20 %
Mindestanlage100 € / Monat40.000 €VariabelAb 1 €
Zuzahlungen / EntnahmenGebührenfreiGebührenfreiOft kostenpflichtigJederzeit frei

Der Mehraufwand gegenüber einem reinen ETF-Sparplan liegt bei rund 0,5 bis 0,7 Prozentpunkten jährlich. Das ist der Preis für die Versicherungshülle – und damit für die steuerlichen Vorteile.

Ob sich dieser Aufpreis tatsächlich lohnt, entscheidet sich an der steuerlichen Behandlung. Und die ist durchaus komplex – aber entscheidend für die Kalkulation.

12/62-Regel: Wie wird growLife steuerlich behandelt?

In der Ansparphase unterliegen Wertsteigerungen, Dividenden und Zinsen bei growLife keiner Kapitalertragsteuer. Bei einem normalen Depot würden jährlich auf Ausschüttungen und bei Verkäufen auf realisierte Kursgewinne 26,375 Prozent Abgeltungsteuer fällig. Der Steuerstundungseffekt führt – durch den Zinseszinseffekt – bei einer angenommenen Rendite von 6 Prozent p.a. über 30 Jahre zu einem Mehrwert von etwa 15 bis 20 Prozent gegenüber jährlicher Besteuerung.

Bei Auszahlung gilt das Halbeinkünfteverfahren – aber nur bei Erfüllung der 12/62-Regel:

  • Vertragslaufzeit mindestens 12 Jahre
  • Auszahlung nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres

Sind beide Bedingungen erfüllt, werden nur 50 Prozent der Differenz zwischen Auszahlungsbetrag und eingezahlten Beiträgen mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert – statt 26,375 Prozent Abgeltungsteuer auf den vollen Gewinn. Wird der Vertrag vorzeitig gekündigt oder vor dem 62. Lebensjahr ausgezahlt, entfällt die Steuerbegünstigung vollständig.

Ein zusätzlicher Vorteil: Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person bleibt in der Ansparphase vollständig für andere Kapitalanlagen verfügbar – da keine Dividenden und Zinsen aus der Versicherung den Freibetrag aufbrauchen.

Theorie ist gut – konkreter wird es mit einem Rechenbeispiel, das zeigt, was der Steuerunterschied in Euro bedeutet.

Rechenbeispiel: Steuerersparnis durch das Halbeinkünfteverfahren

Vergleich der Steuerlast bei Auszahlung einer ETF-Rentenversicherung (growLife) gegenüber einem klassischen ETF-Depot – auf Basis von 90.000 Euro eingezahlten Beiträgen und einem Vertragsablaufwert von 150.000 Euro.

ParametergrowLife (Halbeinkünfteverfahren)ETF-Depot (Abgeltungsteuer)
Eingezahlte Beiträge90.000 €90.000 €
Vertragsablaufwert150.000 €150.000 €
Gesamtgewinn60.000 €60.000 €
Steuerpflichtiger Betrag30.000 € (50 % des Gewinns)60.000 € (voller Gewinn)
Steuersatz30 % (persönl. Einkommensteuersatz)26,375 % (Abgeltungsteuer)
Steuerlast9.000 €15.825 €
Steuerersparnis6.825 Euro zugunsten growLife

Die Steuerersparnis ist real – aber sie hängt wesentlich vom persönlichen Grenzsteuersatz ab. Je höher der individuelle Einkommensteuersatz, desto stärker profitiert der Anleger. Bei einem Grenzsteuersatz unter 25 Prozent dreht sich der Vorteil um.

Steuerliche Vorteile helfen wenig, wenn das Geld im Ernstfall nicht zugänglich ist. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Flexibilität des Vertrags.

Wie flexibel ist growLife – Einzahlungen, Entnahmen und Anpassungen?

growLife bietet im Vergleich zu klassischen Rentenversicherungen deutlich mehr Flexibilität – ist aber weniger frei als ein normales ETF-Depot:

  • Sparrate: Frei wählbar zwischen 100 und 25.000 Euro monatlich; Anpassungen und Beitragspausen jederzeit kostenlos
  • Zuzahlungen: Ab 500 Euro bis zu 5 Millionen Euro pro Transaktion, maximal einmal monatlich, gebührenfrei
  • Teilauszahlungen: Bereits während der Ansparphase möglich; Mindestbetrag 100 Euro, maximal eine Entnahme pro Monat; mindestens 400 Euro müssen im Vertrag verbleiben
  • Strategiewechsel: Monatlicher Wechsel zwischen den Risikoklassen grow0 bis grow10, steuerfrei
  • Einmalanlage: Mindestbetrag 40.000 Euro – diese hohe Hürde schließt viele Anleger aus, die mit kleineren Beträgen beginnen möchten

Wichtig: Teilauszahlungen vor Erfüllung der 12/62-Regel werden steuerlich nicht begünstigt. Der auf die Entnahme entfallende Gewinnanteil wird anteilig mit dem vollen Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent besteuert.

Bei Rentenbeginn selbst stehen dann drei verschiedene Wege zur Verfügung – die Wahl ist nicht bei Vertragsabschluss festzulegen, sondern kann flexibel getroffen werden.

Drei Auszahlungsoptionen bei Rentenbeginn

Bei Erreichen des Rentenalters stehen growLife-Anlegern drei Auszahlungswege zur Verfügung. Die Entscheidung muss nicht bei Vertragsabschluss, sondern erst bei Rentenbeginn getroffen werden.

  1. Einmalauszahlung:
    Vollständige Kapitalentnahme mit Besteuerung nach dem Halbeinkünfteverfahren (50 % des Gewinns steuerpflichtig). Maximale Kontrolle über das Kapital, aber kein Schutz gegen das Langlebigkeitsrisiko.
  2. Lebenslange Leibrente:
    Monatliche Rentenzahlung bis zum Lebensende. Die Höhe richtet sich nach Vertragskapital und versicherungsmathematischen Sterbetafeln. Steuerlich gilt der Ertragsanteil nach § 22 EStG – bei Rentenbeginn mit 67 Jahren sind nur 17 % des Rentenbeitrags steuerpflichtig. Eliminiert das Risiko, das eigene Vermögen zu überleben.
  3. Kombinationsmodell:
    Teilweise Einmalauszahlung kombiniert mit einer niedrigeren lebenslangen Rente. Verbindet Kapitalverfügbarkeit mit lebenslanger Grundabsicherung.

Wer wissen möchte, ob sich growLife gegenüber einem klassischen ETF-Sparplan im direkten Vergleich tatsächlich rechnet, findet die Antwort in der folgenden quantitativen Gegenüberstellung.

growLife vs. ETF-Sparplan: Direktvergleich nach 30 Jahren

Quantitativer Vergleich auf Basis von 500 Euro monatlicher Sparrate, 30 Jahren Laufzeit, 6 % Rendite p.a. vor Kosten und 30 % persönlichem Einkommensteuersatz bei Auszahlung.

KennzahlgrowLife (ETF-Rentenversicherung)Klassischer ETF-Sparplan
Rendite nach Kosten p.a.ca. 5,2 %ca. 5,8 %
Endvermögen vor Steuernca. 416.000 €ca. 443.000 €
Steuerlast bei Auszahlungca. 21.000 € (Halbeinkünfteverfahren)ca. 25.000 € (Abgeltungsteuer auf Gewinne)
Endvermögen nach Steuernca. 395.000 €ca. 418.000 €
Langlebigkeitsschutz✅ Lebenslange Rente möglich❌ Kein Schutz gegen Vermögensüberleben
Steuerfreie Umschichtungen✅ Ja, monatlich kostenlos❌ Nein, jeder Verkauf steuerpflichtig
Sparerpauschbetrag✅ Bleibt für andere Anlagen frei❌ Wird durch Dividenden aufgezehrt
FlexibilitätEingeschränkt (12/62-Regel)✅ Vollständig, jederzeit
Insolvenzschutz des KapitalsSicherungsvermögen nach Versicherungsrecht✅ Sondervermögen gemäß § 92 KAGB

In diesem Basisbeispiel liegt der ETF-Sparplan 23.000 Euro vorn. Die Rechnung ändert sich allerdings zugunsten von growLife, sobald höhere Sparraten, häufige Umschichtungen oder die Option der lebenslangen Rente berücksichtigt werden – oder wenn der Anleger plant, das Kapital schrittweise zu entnehmen statt einmalig zu verkaufen.

Neben dem Renditevergleich gibt es ein Thema, das in den Produktunterlagen oft kleingedruckt steht: das Risiko. Denn growLife ist kein risikofreies Produkt.

Welche Risiken trägt man mit growLife?

growLife bringt drei verschiedene Risikoebenen mit sich, die Anleger kennen sollten:

  • Versicherungsrisiko (Kontrahentenrisiko): Das angelegte Kapital ist kein Sondervermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs. Bei Insolvenz des Versicherers greift das Sicherungsvermögen nach Versicherungsaufsichtsrecht – aber nicht mit demselben Schutzumfang wie ein reguläres ETF-Depot. Standard Life verweist auf eine Solvenz-Quote von über 200 %, was auf eine solide Kapitalausstattung hindeutet.
  • Marktrisiko: Die ETF-Portfolios unterliegen den normalen Kapitalmarktrisiken. Bei der Strategie grow10 (100 % Aktien) sind zwischenzeitliche Wertschwankungen von 30 bis 50 Prozent in Krisenphasen historisch möglich. Es gibt keine Garantie auf die eingezahlten Beiträge – der Wert kann unter die Summe der Einzahlungen fallen.
  • Steuerrechtliches Risiko: Die 12/62-Regel basiert auf der aktuellen Gesetzgebung. Steuerrechtliche Änderungen durch künftige Regierungen können die Vorteilhaftigkeit des Produkts beeinflussen – ein langfristiger Vertrag über 20 oder 30 Jahre schließt dieses Risiko nicht aus.

Auf Basis der Kosten, Steuervorteile und Risiken lässt sich klar definieren, für wen growLife geeignet ist – und für wen nicht.

Für wen eignet sich growLife – und für wen nicht?

Zielgruppenanalyse für die ETF-Rentenversicherung growLife auf Basis von Anlagehorizont, Grenzsteuersatz, Vermögenssituation und Vorsorgebedarf.

Kriterium✅ Geeignet❌ Weniger geeignet
GrenzsteuersatzAb 30 % (Steuerersparnis überwiegt)Unter 25 % (Vorteil gleicht Mehrkosten nicht aus)
AnlagehorizontMindestens 12–20 Jahre bis RentenbeginnUnter 12 Jahre oder Zugriffsbedarf vor 62
AnlegertypGutverdienende Angestellte, Selbstständige ohne ausreichende RentenansprücheJunge Anleger unter 30 mit unsicherer Lebensplanung
Portfolio-StatusSparerpauschbetrag bereits ausgeschöpftSparerpauschbetrag noch nicht ausgenutzt
FlexibilitätsbedarfLangfristig gebundenes Kapital vertretbarMaximale Liquidität und Flexibilität notwendig
SicherheitsbedarfSolvency-II-Schutz ausreichendSondervermögen-Status (§ 92 KAGB) zwingend erforderlich
VorsorgebedürfnisSchutz gegen Langlebigkeitsrisiko gewünschtGarantien auf eingezahltes Kapital erwartet

Für viele Anleger ist weder growLife noch ein reiner ETF-Sparplan allein die optimale Lösung – sondern eine strukturierte Kombination aus beidem.

Kombinationsstrategie: Der Drei-Säulen-Ansatz für die private Altersvorsorge

Eine sinnvolle private Altersvorsorge muss nicht entweder-oder sein. Der Drei-Säulen-Ansatz kombiniert die Stärken verschiedener Anlageformen.

  1. 40 % in growLife oder ähnliche ETF-Rentenversicherung:
    Steueroptimierung über das Halbeinkünfteverfahren, steuerfreie Umschichtungen, Option auf lebenslange Rentenzahlung als Absicherung gegen das Langlebigkeitsrisiko.
  2. 40 % in ETF-Sparplan bei Direktbank:
    Maximale Flexibilität, volle Liquidität, niedrigste Kosten, Sondervermögen-Schutz. Bildet das liquide Rückgrat des Portfolios und kann jederzeit ohne Steuernachteile auf Veränderungen im Leben reagieren.
  3. 20 % in Tagesgeld oder Festgeld:
    Kurzfristige Liquiditätsreserve für unerwartete Ausgaben. Schützt davor, langfristig gebundene Anlagen in ungünstigen Marktphasen auflösen zu müssen.

Fazit: Wann lohnt sich growLife – und wann nicht?

growLife ist ein ehrliches Produkt: günstiger als klassische Rentenversicherungen, teurer als reine ETF-Sparpläne, und mit klaren steuerlichen Vorteilen für die richtige Zielgruppe. Die entscheidende Frage ist nicht, ob das Produkt gut oder schlecht ist – sondern ob es zur individuellen Situation passt.

Wer einen hohen Grenzsteuersatz hat, mindestens 12 bis 20 Jahre Anlagehorizont mitbringt und seinen Sparerpauschbetrag bereits ausschöpft, wird von den Steuervorteilen profitieren. Der Vorteil steigt zusätzlich, wenn häufige Portfolioumschichtungen geplant sind – oder wenn die lebenslange Rente als Schutz gegen das Langlebigkeitsrisiko gewünscht wird.

Für jüngere Anleger unter 30, für Anleger mit niedrigerem Grenzsteuersatz oder für alle, die maximale Flexibilität brauchen, bleibt der klassische ETF-Sparplan die überlegene Wahl. Die pauschale Aussage „ETF-Rentenversicherung ist besser als ETF-Sparplan” gibt es nicht – und wer sie hört, sollte skeptisch sein.

Häufige Fragen zu growLife

Was ist die 12/62-Regel bei growLife?

Die 12/62-Regel bedeutet: Der Vertrag muss mindestens 12 Jahre laufen und die Auszahlung darf nicht vor dem 62. Lebensjahr erfolgen. Sind beide Bedingungen erfüllt, gilt das Halbeinkünfteverfahren – nur 50 Prozent der Gewinne werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert statt 26,375 Prozent Abgeltungsteuer auf den vollen Gewinn.

Was kostet growLife im Vergleich zu einem ETF-Sparplan?

growLife kostet in der Sparplan-Variante rund 0,80 bis 0,90 Prozent p.a. an Gesamtkosten. Ein klassischer ETF-Sparplan bei einer Direktbank liegt bei 0,10 bis 0,20 Prozent p.a. Die Mehrkosten von etwa 0,5 bis 0,7 Prozentpunkten jährlich sind der Preis für die Versicherungshülle und die damit verbundenen Steuervorteile.

Kann man bei growLife jederzeit Geld entnehmen?

Ja, Teilauszahlungen sind bereits während der Ansparphase möglich – ab mindestens 100 Euro und maximal einmal pro Monat. Mindestens 400 Euro müssen im Vertrag verbleiben. Wichtig: Entnahmen vor Erfüllung der 12/62-Regel werden nicht steuerlich begünstigt und unterliegen der vollen Abgeltungsteuer.

Ist das Kapital bei growLife im Insolvenzfall sicher?

Das Kapital bei growLife wird in einem gesonderten Sicherungsvermögen nach Versicherungsaufsichtsrecht gehalten. Das bietet Schutz im Insolvenzfall, jedoch nicht denselben Umfang wie ein Wertpapierdepot als Sondervermögen gemäß § 92 KAGB. Standard Life weist eine Solvenz-Quote von über 200 Prozent aus, was auf eine solide Kapitalausstattung hindeutet.

Für wen lohnt sich growLife wirklich?

growLife lohnt sich vor allem für gutverdienende Angestellte und Selbstständige mit einem Grenzsteuersatz von mindestens 30 Prozent, einem Anlagehorizont von mindestens 12 bis 20 Jahren und einem bereits ausgeschöpften Sparerpauschbetrag. Für Anleger mit niedrigerem Steuersatz, kürzerem Horizont oder hohem Liquiditätsbedarf ist ein klassischer ETF-Sparplan meist die bessere Wahl.

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⚠️ Hinweis: Der Bonus wird nach Erfüllung aller Bedingungen ausgezahlt. Detaillierte Informationen zu den Bonusbedingungen findest du auf der growLife-Website.

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Markus G

Markus ist der “Kopf” des Teams. Ideengeber, Vermarkter, Redakteur und irgendwie an allem auf diesem Portal beteiligt. Ohne ihn würde es dieses Portal so nicht geben. Eine Idee – entstanden aus dem persönlichen Interesse an FinTech und nun langjähriger Erfahrungen in der Finanz-Szene. Zudem ist Markus Kolumnist auf zahlreichen Online-Plattformen – im englischsprachigen Raum unter anderem aufTalkmarkets, aber auch auf im deutschsprachigen Raum u. a. auf Focus.de
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