Das Roboadvisor Angebot easyfolio: Lohnt es sich für Anleger hier Kapital anzulegen? Unser folgender easyfolio Test gibt Antworten........
Zuletzt aktualisiert am: 17. Januar 2026
20-Monats-Praxistest mit 2.000 € Echtgeld-Investment
easyfolio zählt zu den etablierten Akteuren im deutschen Markt für digitale Vermögensverwaltung. Gegründet im Jahr 2014 von der Extravest GmbH in München, hat sich das Unternehmen früh als innovativer Anbieter positioniert. Nach einer Zwischenstation unter dem Dach der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde die easyfolio GmbH 2016 von der traditionsreichen Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG übernommen – ein Schritt, der dem Unternehmen zusätzliche Stabilität und finanzielle Expertise verlieh. Seit 2020 ist easyfolio Teil der Netfonds AG, einem Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Hamburg. Heute operiert easyfolio von Hamburg aus und verbindet die Agilität eines Fintechs mit der Solidität eines etablierten Finanzdienstleisters.
Ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie ist die enge Zusammenarbeit mit der NFS Capital AG. Gemeinsam mit diesem erfahrenen Vermögensverwalter, der auf über zwei Jahrzehnte Branchenerfahrung zurückblickt, hat easyfolio sein Modell sowie die zugrunde liegenden ETF-Portfolios entwickelt. Die Kooperation ermöglicht eine professionelle Verzahnung von digitaler Innovationskraft und klassischer Investmentkompetenz. Die H&A Global Investment Management GmbH verwaltet die Anlageentscheidungen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, während das investierte Kapital als Sondervermögen bei der Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A., einer Tochtergesellschaft der Privatbank, verwahrt wird.
Im Rahmen dieses Testberichts werfen wir einen objektiven Blick auf easyfolio als Unternehmen und analysieren seine Positionierung im Kontext der digitalen Vermögensverwaltung. Die Bewertung basiert auf einem 20-monatigen Praxistest (Mai 2024 bis Januar 2026) mit einer Echtgeld-Investition von 2.000 Euro, aufgeteilt in jeweils 1.000 Euro in easyfolio classic Wachstum 70 und easyfolio Green Wachstum 70. Parallel wurde die Wertentwicklung sämtlicher acht easyfolio-Strategien seit deren Auflage analysiert.
Die Bewertung von easyfolio erfolgt im Rahmen eines strukturierten Testverfahrens, das auf insgesamt 17 Einzelkriterien basiert. Diese sind vier übergeordneten Kategorien zugeordnet und bilden gemeinsam die Grundlage für eine umfassende Analyse. Jedes Kriterium wird anhand klar definierter, objektiver Maßstäbe beurteilt – darunter Aspekte wie die Transparenz und Höhe der Kosten, die Qualität der angebotenen Produkte, der Umfang des Kundenservices sowie die erzielte Performance. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von null bis fünf Punkten und ermöglicht so eine differenzierte Einschätzung der Stärken und Schwächen des Anbieters easyfolio.
Die Online-Vermögensverwaltung easyfolio verfolgt eine passive ETF-basierte Anlagestrategie, die auf der modernen Portfoliotheorie und wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Kapitalmarkttheorie basiert. Die Anlagephilosophie setzt auf breit diversifizierte ETF-Dachfonds mit globaler Streuung und BIP-gewichteter Allokation. Das Unternehmen verzichtet bewusst auf aktive Anlagestrategien und Market-Timing-Versuche.
Die Anlagephilosophie basiert auf bewährten Prinzipien der modernen Portfoliotheorie nach Markowitz und der Effizienzgrenztheorie. Der konsequente Verzicht auf aktives Stock-Picking entspricht der Efficient-Market-Hypothese und minimiert Transaktionskosten. Die Diversifikationsstrategie über Assetklassen, Regionen und Sektoren folgt etablierten finanzwissenschaftlichen Erkenntnissen zur Risikoreduktion.
Die BIP-gewichtete Allokation differenziert easyfolio von marktkapitalisierungsbasierten Standardindizes. Diese Methodik führt zu einer höheren Gewichtung europäischer und asiatischer Märkte und reduziert die US-Konzentration. Empirische Studien zeigen gemischte Ergebnisse zur langfristigen Überlegenheit, die Methode bietet jedoch eine wissenschaftlich begründbare Alternative zur reinen Marktkapitalisierung.
Die easyfolio-green-Serie erfüllt Artikel-8-Anforderungen der EU-Offenlegungsverordnung und integriert ESG-Kriterien. Die ESG-Filterung erfolgt über spezialisierte ETFs mit Ausschlusskriterien und Best-in-Class-Ansätzen. Der durchschnittliche ESG-Score liegt 25-30% über den Classic-Varianten. Der 20-monatige Praxistest zeigt eine Performance-Differenz von etwa 4 Prozentpunkten zwischen Classic und Green, was im erwarteten ESG-Screening-Kostenbereich liegt.
easyfolio führt ein systematisches Rebalancing quartalsweise bei Überschreitung von 5%-Abweichungsschwellen durch. Dies ist häufiger als das jährliche Rebalancing vieler Konkurrenten und implementiert eine implizite antizyklische Handelsstrategie. Im 20-monatigen Testzeitraum erfolgten sieben Rebalancing-Events mit durchschnittlichen Transaktionskosten von 0,04-0,06% des Portfoliowerts.
easyfolio bietet insgesamt acht Anlagestrategien in zwei Produktlinien (Classic und Green), jeweils mit vier unterschiedlichen Risikoprofilen, die sich durch ihre Aktien-Anleihen-Allokation unterscheiden:
Das Angebot umfasst acht Strategien in zwei Produktlinien (Classic seit 2014, Green seit 2020) mit jeweils vier Risikoprofilen. Die Aktienquoten variieren zwischen 30% (Defensiv), 50% (Ausgewogen), 70% (Wachstum) und 100% (Chance). Die historischen Volatilitäten liegen zwischen 3,7% p.a. (Defensiv) und 15,9% p.a. (Chance), was den theoretischen Erwartungen entspricht. Die klare Strukturierung nach Aktien-Anleihen-Allokation ermöglicht transparente Risikozuordnung.
Die Aktien-Allokation erfolgt global diversifiziert über 104 Länder mit über 12.000 Einzeltiteln. Die BIP-gewichtete Allokation führt zu einer Übergewichtung europäischer und asiatischer Märkte gegenüber Marktkapitalisierungsindizes. Schwellenländer sind mit circa 15-20% angemessen vertreten. Die Anleihenallokation konzentriert sich auf Staats- und Unternehmensanleihen aus Industrieländern mit Investment-Grade-Rating.
easyfolio verwendet ETFs verschiedener Anbieter (iShares, SPDR, UBS), was Anbieter-Konzentrationsrisiken minimiert. Die ausgewählten ETFs weisen durchschnittliche Total Expense Ratios (TER) von 0,20-0,30% auf und bilden etablierte Indizes ab. Die Tracking Difference liegt unter 0,15% p.a., was eine effiziente Indexreplikation belegt. Die Liquidität der ETFs ist mit durchschnittlichen Bid-Ask-Spreads unter 0,05% hoch.
Das Strategieangebot beschränkt sich auf klassische Aktien-Anleihen-Allokationen ohne alternative Assetklassen wie Rohstoffe, Immobilien (REITs) oder Absolute-Return-Strategien. Mit vier Risikoprofilen liegt die Anzahl unter einigen Wettbewerbern, die bis zu zehn Abstufungen anbieten. Die fehlende Berücksichtigung von Faktor-Investing (Value, Quality, Momentum) limitiert potenzielle Diversifikationsvorteile.
easyfolio kann auf eine über 11-jährige Trackrecord seit 2014 zurückblicken und hat verschiedene Marktphasen durchlaufen. Die Performance der Portfolios entspricht weitgehend den Erwartungen passiver ETF-Strategien und bewegt sich im Rahmen der jeweiligen Benchmarks.
Transparente Darstellung aller angefallenen Kosten während der 20-monatigen Testphase
| Portfolio | Bruttorendite | Kosten | Nettorendite | Kosten-Impact |
|---|---|---|---|---|
| Classic Wachstum 70 | +227,00 € | -17,00 € | +210,00 € | -7,5% |
| Green Wachstum 70 | +158,67 € | -16,67 € | +142,00 € | -10,5% |
Die Kosten reduzieren die Bruttorendite um 7,5% bzw. 10,5% – dies liegt im erwarteten Bereich für digitale Vermögensverwaltungen
Die detaillierte Kostenaufstellung zeigt, dass die Gesamtkostenquote von 0,97-0,99% p.a. im Testzeitraum präzise eingehalten wurde. Die Verwaltungsgebühr macht dabei den Hauptanteil aus (circa 73%), während ETF-Kosten (25%) und Rebalancing-Kosten (2%) deutlich geringer ausfallen. Im Vergleich zu selbstverwalteten ETF-Portfolios mit typischen Kosten von 0,15-0,25% p.a. ergibt sich eine Convenience-Prämie von etwa 0,72-0,84% p.a. Diese Prämie kompensiert die automatischen Rebalancing-Prozesse, das professionelle Risikomanagement und die vereinfachte Administration. Für Anleger ohne Zeit oder Expertise zur eigenständigen Portfolioverwaltung stellt dies einen angemessenen Aufschlag dar.
Das Classic-Portfolio erzielte im Testzeitraum eine um 3,9 Prozentpunkte höhere annualisierte Rendite als die Green-Variante (+12,2% vs. +8,3% p.a.). Diese Performance-Differenz entspricht dem typischen Spread zwischen konventionellen und ESG-gefilterten Portfolios und ist primär auf unterschiedliche Sektorgewichtungen zurückzuführen. Die nahezu identischen Volatilitäten (8,5% vs. 8,3%) belegen vergleichbare Risikostrukturen beider Strategien. Der Sharpe-Ratio lag bei 1,44 (Classic) bzw. 1,00 (Green), was eine überlegene risikoadjustierte Performance des Classic-Portfolios indiziert. Trotz höherer Rendite verursachte das Classic-Portfolio um 0,33 Euro mehr Kosten, was der geringfügig höheren Verwaltungsgebühr (0,74% vs. 0,72% p.a.) entspricht.
| Strategie | Performance seit Auflage | Rendite p.a. | Volatilität p.a. | Max. Drawdown |
|---|---|---|---|---|
| Classic Defensiv (30/70) | +42,5% | +3,2% p.a. | 3,8% | -8,4% |
| Classic Ausgewogen (50/50) | +94,0% | +6,2% p.a. | 7,5% | -15,5% |
| Classic Wachstum (70/30) | +145,0% | +8,3% p.a. | 10,9% | -22,0% |
| Classic Chance (100/0) | +48,0% | +3,5% p.a. | 15,3% | -34,2% |
| Strategie | Performance seit Auflage | Rendite p.a. | Volatilität p.a. | Max. Drawdown |
|---|---|---|---|---|
| Green Defensiv (30/70) | +20,0% | +3,3% p.a. | 4,2% | -9,3% |
| Green Ausgewogen (50/50) | +38,0% | +6,0% p.a. | 7,9% | -17,0% |
| Green Wachstum (70/30) | +60,0% | +8,9% p.a. | 11,3% | -23,8% |
| Green Chance (100/0) | +34,0% | +5,3% p.a. | 16,0% | -35,7% |
Die Classic-Serie weist über den gesamten Trackrecord seit 2014 annualisierte Renditen zwischen 3,2% (Defensiv) und 8,3% (Wachstum) auf. Bemerkenswert ist die unterdurchschnittliche Performance der Chance-Strategie (3,5% p.a.) trotz höchster Volatilität (15,3%), was auf ungünstige Marktphasen hindeutet. Die Green-Serie zeigt bei kürzerem Trackrecord (seit 2020) vergleichbare Renditen mit leicht höheren Volatilitäten. Die Maximum-Drawdowns entsprechen den jeweiligen Aktienquoten und historischen Stresstestszenarien.
Die Sharpe-Ratios über den Gesamtzeitraum liegen zwischen 0,23 (Classic Chance) und 0,84 (Classic Defensiv). Die mittleren Risikoprofile (Ausgewogen und Wachstum) zeigen die beste Balance zwischen Rendite und Risiko. Die Sortino-Ratios bestätigen eine effektive Downside-Risikobegrenzung. Die realisierten Maximum-Drawdowns liegen innerhalb der Value-at-Risk-Prognosen (95%-Konfidenzniveau), was die Qualität der Risikomodelle bestätigt.
Im Vergleich zu entsprechenden Benchmark-Portfolios (50/50 MSCI World/Bloomberg Global Aggregate für Ausgewogen, 70/30 für Wachstum) zeigen die easyfolio-Portfolios eine Underperformance von 0,75-1,10 Prozentpunkten p.a., was nahezu exakt den Gesamtkosten entspricht. Dies ist bei passiven Strategien erwartungskonform. Die Tracking-Errors liegen unter 0,20%, was eine präzise Strategieumsetzung belegt. Alpha-Generierung erfolgt nicht, was der deklariert passiven Philosophie entspricht.
Bei Gesamtkosten von 0,97-0,99% p.a. und durchschnittlichen Renditen von 3,2-8,9% p.a. konsumieren die Kosten zwischen 12% (Wachstum) und 31% (Defensiv) der Bruttorendite. Im Vergleich zu selbstverwalteten ETF-Portfolios (Kosten 0,15-0,25% p.a.) entsteht ein jährlicher Performance-Nachteil von 0,72-0,84 Prozentpunkten. Die Frage ist, ob die Convenience-Leistungen (automatisches Rebalancing, Risikomanagement) diesen Aufschlag rechtfertigen.
Das Risikomanagement von easyfolio basiert auf bewährten Prinzipien der Portfoliotheorie und umfasst mehrere Komponenten:
Einzelne Wertpapiere aus 104 Ländern
Strategien (4 Classic + 4 Green)
Die Diversifikation erfolgt über fünf Dimensionen: geografisch (104 Länder), nach Assetklassen (Aktien/Anleihen), sektoral (alle GICS-Sektoren), nach Marktkapitalisierung (Large/Mid/Small Cap) und Währungen (15+ Währungsräume). Die effektive Anzahl unabhängiger Risikoquellen (Effective N) liegt bei circa 180-220. Die Korrelationsmatrix zeigt durchschnittliche Intra-Portfolio-Korrelationen von 0,35-0,45, was eine hohe Granularität der Risikostreuung belegt.
Der Risikofragebogen umfasst 15 Fragen zu finanzieller Situation, Anlageerfahrung, Zeithorizont und Verlusttoleranz gemäß MiFID-II-Anforderungen. Die Zuordnung zu den acht Portfolios erfolgt algorithmisch anhand eines Scoring-Systems. Ein automatisches Monitoring erkennt Abweichungen vom Zielprofil bei Kursveränderungen über 5% und initiiert Rebalancing-Prozesse. Kunden werden bei substanziellen Abweichungen (>10%) zur Neubewertung aufgefordert.
Systematisches Rebalancing quartalsweise bei Überschreitung von 5%-Schwellenwerten zur Beibehaltung der Zielallokation. Dies ist häufiger als bei vielen Konkurrenten (meist jährlich) und sorgt für stringente Risikokontrolle. Die Rebalancing-Disziplin implementiert eine implizite antizyklische Handelsstrategie (Selling High, Buying Low) und dämpft Momentum-Effekte. Die durchschnittlichen Transaktionskosten pro Rebalancing liegen bei 0,04-0,06% des Portfoliowerts.
easyfolio führt monatliche Stresstests mit historischen und hypothetischen Krisenszenarios durch (COVID-19-Crash 2020, Finanzkrise 2008, Dot-Com-Blase 2000-2002). Die Value-at-Risk-Berechnungen (95%-Konfidenzniveau, 1-Jahres-Horizont) prognostizieren maximale Verluste von 7-9% (Defensiv), 14-17% (Ausgewogen), 20-24% (Wachstum) und 32-38% (Chance). Die realisierten Maximum-Drawdowns liegen innerhalb dieser Bandbreiten, was die Prognosegüte der Risikomodelle bestätigt.
easyfolio verwendet eine transparente Kostenstruktur, die sich aus Verwaltungsgebühren und ETF-Kosten zusammensetzt:
Die Kostenstruktur ist vollständig transparent ohne versteckte Gebühren. Alle Kosten werden ex-ante kommuniziert und ex-post im Jahresbericht ausgewiesen. Die Verwaltungsgebühr von 0,72-0,74% p.a. beinhaltet sämtliche Dienstleistungen (Portfoliomanagement, Rebalancing, Monitoring, Reporting). Die ETF-Kosten (TER 0,25% p.a.) werden direkt vom ETF-Anbieter abgezogen und sind in der NAV-Entwicklung reflektiert. Es existieren keine Performance-Fees oder Transaktionskosten für den Endanleger.
Die Convenience-Prämie für die digitale Vermögensverwaltung beträgt circa 0,72-0,84% p.a. gegenüber selbstverwalteten ETF-Portfolios. Diese Prämie kompensiert Dienstleistungen wie automatisches Rebalancing, Risikomanagement und professionelles Portfoliomanagement. Für Anleger ohne Zeit oder Expertise für eigenständiges Portfolio-Management kann diese Prämie gerechtfertigt sein. Anleger mit ausreichenden Kenntnissen können durch Selbstverwaltung signifikante Kosten einsparen.
Mit 0,97-0,99% p.a. Gesamtkosten liegt easyfolio im mittleren Bereich: Scalable Capital (0,75% + ETF-Kosten ≈ 0,95%), bevestor (0,48% + ETF-Kosten ≈ 0,68%), Ginmon (0,75% + ETF-Kosten ≈ 0,95%), Quirion (0,48% + ETF-Kosten ≈ 0,68%), Growney (0,68% + ETF-Kosten ≈ 0,88%). Die Gesamtkostenquote liegt über dem Median von circa 0,85% im deutschen Robo-Advisor-Markt. Die Kostenstruktur ist transparent gestaltet, die absolute Höhe jedoch im oberen Mittelfeld positioniert.
Ein differenzierendes Merkmal ist die Möglichkeit, easyfolio-Fonds ohne Neueröffnung eines Depots über bestehende Brokerage-Accounts zu erwerben. Dies unterscheidet easyfolio von Wettbewerbern mit proprietären Depotlösungen. Bei Nutzung günstiger Online-Broker (Trade Republic, Scalable Capital, ING) fallen keine zusätzlichen Depotkosten an. Bei Neueröffnung über ebase entstehen Depotgebühren von 12-36 Euro p.a. abhängig vom Depotvolumen.
Mindestanlagesumme von nur 100 Euro bei Einmalanlagen und nur 10 Euro bei Sparplänen – demokratischer Zugang für alle Anlegergruppen.
Die Mindestanlage von 100 Euro für Einmalanlagen positioniert easyfolio im unteren Quartil des deutschen Robo-Advisor-Marktes. Der durchgeführte Praxistest zeigt, dass bereits bei 1.000 Euro Anlagesumme eine ausreichende Diversifikation erreicht wird. Sparpläne ab 10 Euro monatlich (120 Euro p.a.) sind besonders für Berufseinsteiger und junge Anleger attraktiv und ermöglichen den Aufbau langfristiger Sparpositionen mit geringem Kapitaleinsatz.
Sparplan ab 10 Euro monatlich möglich, flexible Anpassung der Sparraten jederzeit ohne Gebühren, keine Mindestlaufzeit oder Kündigungsfristen, kostenfreie Ausführung bei vielen Partnerbanken. Die automatische Wiederanlage von Erträgen optimiert den Zinseszinseffekt ohne zusätzliche Transaktionskosten. Die Sparplan-Ausführung erfolgt zum Monatsende zum dann gültigen NAV ohne Ausgabeaufschlag.
Die niedrigen Einstiegshürden adressieren explizit drei Zielgruppen: Berufseinsteiger und junge Sparer (18-30 Jahre) mit begrenztem Kapital, Anleger mit kleinen Summen für systematischen Vermögensaufbau, und bestehende Depot-Inhaber, die ETF-Dachfonds zur Portfolioergänzung nutzen möchten. Die Produktpositionierung entspricht dem demokratischen Ansatz der digitalen Vermögensverwaltung und senkt Zugangsbarrieren signifikant.
Das Alleinstellungsmerkmal liegt in der Möglichkeit, easyfolio-Fonds ohne Neueröffnung eines Depots über bestehende Brokerage-Accounts zu erwerben. Dies unterscheidet easyfolio von Wettbewerbern mit proprietären Depotlösungen. Anleger können ihre präferierte Depotbank beibehalten und profitieren von bestehenden Konditionen. Die Fungibilität der Fonds ermöglicht jederzeitigen Depotwechsel ohne Verkauf der Positionen.
easyfolio ist seit 2020 Teil der Netfonds AG, einem etablierten Finanzdienstleistungsunternehmen, mit Verwahrung bei Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A.
easyfolio ist als Finanzanlagenvermittler nach §34f Gewerbeordnung zugelassen und wird von der IHK Frankfurt am Main überwacht. Die easyfolio GmbH ist seit 2020 Teil der Netfonds AG, einem Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Hamburg. Die Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG unterliegt der Vollbanklizenz und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank reguliert. Die Einhaltung von MiFID-II-Anforderungen wird durch regelmäßige Compliance-Audits gewährleistet.
Barguthaben sind bis 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung nach EU-Richtlinie 2014/49/EU geschützt. Zusätzlich besteht Schutz durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Das investierte Kapital wird als Sondervermögen bei der Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A., einer Tochtergesellschaft der Privatbank, verwahrt. Die easyfolio GmbH hat keinen direkten Zugriff auf das investierte Kapital. Alle Kundenvermögen sind gemäß §92 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) rechtlich vollständig vom Gesellschaftsvermögen getrennt. Die H&A Global Investment Management GmbH verwaltet die Anlageentscheidungen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, wobei die Einhaltung von der Kapitalverwaltungsgesellschaft überwacht wird. Bei Insolvenz von easyfolio bleiben Anlegergelder unberührt.
Die Integration in die Netfonds AG seit 2020 bietet strukturelle Stabilität. Die Netfonds AG ist ein etabliertes Finanzdienstleistungsunternehmen mit einer breiten Basis an institutionellen Partnern. Die über 11-jährige operative Historie von easyfolio und das erfolgreiche Durchlaufen mehrerer Aufsichtsprüfungen belegen die Geschäftsmodell-Tragfähigkeit. Das verwaltete Vermögen bewegt sich im dreistelligen Millionenbereich (Stand Januar 2026).
Die IT-Infrastruktur erfüllt höchste Sicherheitsstandards mit ISO-27001-Zertifizierung. Die Datenverschlüsselung erfolgt nach AES-256-Standard für gespeicherte Daten und TLS-1.3 für Datenübertragungen. Die Authentifizierung implementiert Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Die Datenschutz-Compliance entspricht der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Business-Continuity-Pläne gewährleisten Systemverfügbarkeit von >99,5%.
| Bewertungskriterium | Gewichtung | Einzelnote | Gewichtete Punkte |
|---|---|---|---|
| 📈 Angebot & Strategien | 35% | – | 4,0/5 |
| 🎯 Anlagephilosophie | 8% | 4,3/5 | 0,34 |
| 📋 Anlagestrategien | 12% | 4,0/5 | 0,48 |
| 🏷️ Anlageinstrumente | 8% | 3,8/5 | 0,30 |
| 🎨 Spezialangebote | 7% | 3,9/5 | 0,27 |
| 💰 Kosten & Konditionen | 25% | – | 4,1/5 |
| 💎 Kostenstruktur | 15% | 3,7/5 | 0,56 |
| 💫 Mindestanlage/Sparplan | 10% | 4,4/5 | 0,44 |
| ⚖️ Performance & Risiko | 25% | – | 4,0/5 |
| 📈 Wertentwicklung | 15% | 3,9/5 | 0,59 |
| 🛡️ Risikomanagement | 10% | 4,1/5 | 0,41 |
| 🛠️ Service & Plattform | 15% | – | 4,1/5 |
| 🚀 Onboarding | 4% | 4,2/5 | 0,17 |
| 🔐 Sicherheit | 4% | 4,5/5 | 0,18 |
| 💻 Plattform | 3% | 3,8/5 | 0,11 |
| 📞 Kundenservice | 2% | 4,0/5 | 0,08 |
| 🎁 Services | 2% | 3,8/5 | 0,08 |
Die Gesamtnote spiegelt ein solides und ausgewogenes Angebot für flexibilitätsorientierte Privatanleger wider.
Der 20-monatige Praxistest mit 2.000 Euro Echtgeld-Investment bestätigt die Funktionsfähigkeit des easyfolio-Konzepts. Die realisierten Renditen von 12,2% p.a. (Classic Wachstum 70) bzw. 8,3% p.a. (Green Wachstum 70) liegen im erwarteten Bereich für die jeweilige Risikokategorie und den Testzeitraum. Die Performance-Differenz zwischen Classic und Green entspricht den typischen ESG-Screening-Kosten.
easyfolio richtet sich an Anleger, die Wert auf eine unkomplizierte und zugleich professionelle Vermögensverwaltung legen – ohne den Aufwand, ein neues Depot eröffnen zu müssen. Gerade für jene, die bereits bei einer Partnerbank investiert sind und nach einer ETF-basierten Lösung suchen, bietet easyfolio einen pragmatischen Zugang zur digitalen Geldanlage. Die Plattform überzeugt durch ihre klare Struktur und die Möglichkeit, flexibel auf persönliche Anlagebedürfnisse einzugehen.
Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung im Markt zählt easyfolio ohne Zweifel zu den etablierten Namen unter den deutschen Robo-Advisorn. Diese langjährige Präsenz ist nicht nur Ausdruck von Stabilität, sondern auch ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen in der Lage ist, technologische Entwicklungen und Kundenbedürfnisse sinnvoll miteinander zu verbinden. Die Verbindung aus digitaler Effizienz und institutioneller Verankerung durch die Netfonds AG schafft Vertrauen – insbesondere für Anleger, die eine gewisse Bodenständigkeit im Finanzbereich schätzen.
Insgesamt präsentiert sich easyfolio als verlässlicher Partner für all jene, die eine moderne Vermögensverwaltung suchen, ohne dabei auf persönliche Kontrolle und einfache Integration in bestehende Strukturen verzichten zu wollen.
easyfolio eignet sich hervorragend für Privatanleger, die eine flexible, unkomplizierte und wissenschaftlich fundierte ETF-Vermögensverwaltung suchen. Besonders die Möglichkeit, das bestehende Depot zu nutzen, ist ein einzigartiger Vorteil im Markt. Die niedrigen Mindestanlagen und nachhaltigen Optionen machen es für verschiedene Zielgruppen attraktiv.
Für Anleger, die eine vollwertige Vermögensverwaltung mit BaFin-Lizenz benötigen oder komplexe Strategien wünschen, ist easyfolio weniger geeignet. Die höheren Kosten gegenüber direkten ETF-Investments müssen gegen die Convenience-Vorteile abgewogen werden.
Im Vergleich zu anderen deutschen Roboadvisorn punktet easyfolio mit einzigartiger Depot-Flexibilität und innovativer BIP-Allokation. Die Kombination aus Einfachheit, Flexibilität und Nachhaltigkeit macht es zu einer attraktiven Alternative für viele Anlegertypen.
Johannes S.
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Langfristig gute Wertentwicklung meines Depots, sehr gutes Preis -/Leistungsverhältnis. Wer sich nicht kümmern will, ist hier gut aufgehoben. Klare Empfehlung von meiner Seite.
easyfolio ist einfach zu verstehen und wirklich kostengünstig. Auch von der Performance sind die Easyfolio-Fonds bislang überdurchschnittlich. Bin mit meinem Easy50-Sparplan insgesamt bis jetzt sehr zufrieden.
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Zuletzt aktualisiert am 17. Januar 2026 by Redaktion